76 Stadtteilprojekte mit mehr als 38.000 Euro unterstützt
Positive Jahresbilanz der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit
Die Landeshauptstadt Magdeburg hat im vergangenen Jahr die Aktivitäten der "Arbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" mit mehr als 38.000 Euro unterstützt. An den initiierten Projekten und Aktionen der einzelnen Gruppen beteiligten sich insgesamt 41.350 Magdeburger. Eine neue Broschüre zur Gemeinwesenarbeit in Magdeburg, die heute auf der Messe "Leben 2003" vorgestellt wurde, soll das öffentliche Interesse an den Gremien verstärken.
"Die Arbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit sind Teil unserer präventiven Strategie", begründet die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker die städtische Unterstützung. "Beim Alltagsgeschehen in unserer unmittelbaren Umgebung übernehmen wir Verantwortung, damit sich die Menschen in Magdeburg wohl fühlen und sich mit ihrem Stadtteil identifizieren können."
In den 18 Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit engagierten sich im vergangenen Jahr etwa 400 Beteiligte. Dazu gehören Vertreter aus Ämtern der Stadtverwaltung, aus Schulen und Kindertageseinrichtungen, von Freien Trägern der Jugend- und Altenhilfe, von Wohnungsunternehmen, Vereinen, Bürgerinitiativen, der Polizei sowie Gewerbetreibende und einzelne Bürger. "Die freiwillige Mitarbeit der Mitglieder ist besonders hervorzuheben, denn diese setzen sich in ihrer Freizeit nachhaltig für die Entwicklung ihrer Stadtteile ein", würdigt Beate Bröcker dieses ehrenamtliche Engagement.
Ziel der Arbeitsgruppen ist es, vorhandene Probleme in den einzelnen Stadtteilen zu lösen und damit die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. So organisieren und begleiten die Gruppen beispielsweise Stadtteilfeste, Sportwettbewerbe, Begegnungen, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie die Stadtteilentwicklung. "Gemeinwesenarbeit ist aber auch ein Impulsgeber, denn Hinweise und Vorschläge der Anwohner sind häufig die Basis für weitere Ideen und Projekte in den einzelnen Stadtteilen", nennt Beater Bröcker ein wichtiges Beispiel für die Tätigkeit der Arbeitsgruppen. Deren Mitglieder verstehen ihre Gremien aber auch als Plattform zum Austausch von Informationen und zur Vernetzung zwischen den handelnden Akteuren eines Stadtteils.
"Seit 1997 wird konzeptionell an der Entwicklung der Organisationsstrukturen in den Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit gearbeitet", ergänzt Sozialplaner Dr. Ingo Gottschalk, der die Entstehung der Arbeitsgruppen initiiert hat. "In den Stadtteilen aktiv sind die Gremien seit fünf Jahren." Um die stadtteilbezogenen Projekte, Aktivitäten und Aktionen auch finanziell zu unterstützen, hat der Stadtrat 1999 die Bildung des "Initiativfonds Gemeinwesenarbeit" beschlossen. Aus diesem Fonds stehen den Arbeitsgruppen jährlich insgesamt 51.200 Euro zur Verfügung.
Zu den von den Arbeitsgruppen organisierten Aktivitäten gehörten 2002 unter anderem zahlreiche Stadtteilfeste und Graffitiprojekte, ein Kindertag in der Alten Neustadt und in Lemsdorf, das traditionelle Aufräumfest in Buckau, ein generationsübergreifendes Familiensportfest in Ostelbien, die Entwicklung von Internetpräsentationen einzelner Gruppen und die Herausgabe von Stadtteilzeitungen und -wegweisern. Besonders hervorzuheben ist dabei die gute Zusammenarbeit der Gremien mit den ortsansässigen Bürgerinitiativen und Gewerbevereinen.
Ein Höhepunkt für die Mitglieder der Arbeitsgruppen war der 2. Reflexionstag zur Gemeinwesenarbeit in Magdeburg am 15. Mai 2002. Mehr als 100 Vertreter aller Gruppen tauschten an diesem Tag ihre Erfahrungen aus und diskutierten unter anderem Ideen und Möglichkeiten, um noch mehr Bürger für die ehrenamtliche Arbeit in den Stadtteilen zu gewinnen. Obwohl die Bürgerbeteiligung im vergangenen Jahr größer war als 2001, stehen die Arbeitsgruppen weiterhin allen interessierten Magdeburgern für eine ehrenamtliche Mitarbeit offen.
Um über die Entwicklung der Arbeitsgruppen zu informieren und das öffentliche Interesse an der Arbeit der Gremien zu verstärken, hat das Jugendamt eine Broschüre mit dem Titel "Gemeinwesenarbeit - Entwicklungen - Zukunfts-fähigkeit" herausgegeben. Die 64 Seiten umfassende Publikation hat eine Auflage von 2.000 Exemplaren und ist kostenlos bei den 18 Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit sowie im Jugendamt in der Kroatenwuhne 2 erhältlich.
Wer Interesse hat, in einer der Arbeitsgruppen mitzuwirken, kann sich an die Koordinatorin Claudia Ziegler, Tel.: 0391/5 40 31 10, wenden.
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