Abbau der leerstehenden Asylbewerber-Unterkünfte im Hertener Stadtgebiet

17.04.2003 | Herten

Bürgermeister Klaus Bechtel macht Druck

Nachdem die Stadt gegen die Eigentümer der Asylbewerber-Unterkünfte an den drei Hertener Standorten beim Landgericht Bochum vor wenigen Tagen ein Versäumnisurteil erwirkt hat, geht Bürgermeister Bechtel davon aus, dass nunmehr kurzfristig diese Unterkünfte entfernt werden.

Hier will der Bürgermeister keine Zeit verlieren und nicht erst die Rechtskraft des Urteils abwarten. Bechtel hatte die beiden Eigentümer am vergangenen Dienstag zu einem Termin ins Rathaus bestellt und sie aufgefordert, unverzüglich die Häuser abzubauen.

Die Eigentümer sagten zu, unmittelbar nach Ostern den aus Sicht der Stadt unhaltbaren Zustand an der Hasselbruchstraße in Bertlich zu entschärfen, indem in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Zentralen Betriebshof die Flächen mit den drei zerstörten Häusern – einschließlich der Fundamente – freigeräumt werden.

Damit kommt man auch dem Drängen der beiden Bertlicher SPD-Ratsmitglieder Dignaß und Egger nach, die bereits seit langem die Beseitigung dieses Schandflecks fordern.

Die Eigentümer haben dem Bürgermeister weiter zugesagt, bis Ende Mai sämtliche Häuser an den Standorten in Bertlich, Scherlebeck und Disteln abzubauen.

"Wenn sich in den nächsten vier Wochen hier nichts bewegt, werden wir gestützt auf das Versäumnisurteil die Dinge selbst in die Hand nehmen und zu Lasten der Eigentümer in der zweiten Mai-Hälfte handeln. Unsere Geduld ist dann am Ende," bekräftigte Klaus Bechtel seine Entschlossenheit zum Einschreiten.

Pressekontakt: Pressestelle, Norbert Johrendt, Telefon 02366-303551