Bauer-Brüder im Paket
Jazz in der Kammer
Magdeburg.
"Wenn Bauer, dann alle drei", sagte sich Jazz-Organisator Warnfried
Altmann und engagierte für die Aprilausgabe von "Jazz in der Kammer" am
Ostermontag, 21. April, 21 Uhr, drei Musiker-Brüder der Extraklasse: die
beiden Posaunisten Konrad und Johannes zusammen mit ihrem Bruder
Matthias am Kontrabaß. Der älteste Bruder Konrad gründete und initiierte
seit Anfang der 70er Jahre zahlreiche, die Entwicklung des Jazz in der
DDR mitbestimmende Gruppen wie "Exis", "FEZ", "Doppelmoppel", das
"Jazzorchester der DDR" und viele andere. Außer mit Jazz-Größen
arbeitete er auch mit Performance-Künstlern wie Herbert Fritsch,
Wolfgang Krause Zwieback, Choreografen wie Tadashi Endo und Arila
Siegert, aber auch mit Wortkünstlern wie Ernst Jandl und Walfriede
Schmitt zusammen.
Johannes Bauer zählt zu den Musikern, die Jazz in der DDR seit Anfang
der 80er Jahre bereichert haben und inzwischen vielfältig mit der
europäischen Entwicklung der Improvisierten Musik verbunden sind.
Der jüngste Bruder Matthias beschäftigte sich neben dem Jazz mit
experimentellem Musiktheater und spielte in verschiedenen Tango- und
Musette-Bands. Er arbeitete u. a. mit dem Kammerensemble Neue Musik
Berlin, dem Ensemble Modern Orchestra und mit den Komponisten Ralf Hoyer
und Helmut Zapf.
Ein so üppiges, durchgehend fesselndes Musikerlebnis gibt noch lange zu
zehren. Es fängt im Kopf erst richtig an, wenn es im Saal verklungen
ist. (Nordkurier)
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