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Merkwürdige Briefe und "letzte Zuckungen"?
Neue Expotexte des Stadtmuseums in Sachen Grafik
Borken - 23. April 2003. "Merkwürdige Briefe und fremde Betrachter" - unter diesem Titel hat der stellvertretende Direktor des Museums Schloss Moyland Ron Manheim vor einigen Wochen mit viel Esprit in die Ausstellung "G. schreibt fremde Briefe" eingeführt, die im Stadtmuseum Borken noch bis zum 25. Mai zu sehen ist. Manheims Ansprache, die auch manch interessante Überlegungen zur deutsch-niederländischen und niederländisch-deutschen Kommunikation geboten hat, ist nun ebenso nachzulesen wie der zweite Eröffnungsvortrag von Rob de Leeuw, der als Vorsitzender der Grafikstiftung "Signature" über den Wandel einer engagierten Grafikförderung in der niederländischen Grenzprovinz Gelderland gesprochen hat.
Das Stadtmuseum Borken hat beide Reden nun als Nummer 5 der Reihe "ExpoTexte" herausgebracht.
Als Nummer 6 liegt außerdem der Vortrag des Apeldoorner Kunsthistorikers Drs. Frans Smolders vor, der im Stadtmuseum am 6. April eine sehr anregende und kenntnisreiche Bestandsaufnahme der niederländischen Gegenwartsgrafik vorgestellt hat. "Neue Glanzzeit oder letzte Zuckungen?" – entlang dieser pointierten Frage erörtert Smolders facettenreich die Zukunft grafischen Schaffens im Zeitalter der Globalisierung und des World Wide Web, das uns eine massenhafte computergestützte Allgegenwart und Reproduzierbarkeit von Bildern beschert.
"Typisch niederländisch" sind alle drei Reden insofern, als ihre Sprache von angenehmer Leichtigkeit und Beweglichkeit ist, sich ausdrücklich an den Leser bzw. Zuhörer wendet und weniger akademisch daher kommt. Die beiden ExpoTexte 5 und 6 sind zum Preis von 1,50 € bzw. 2,50 € im Stadtmuseum Borken erhältlich.
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