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Flucht, Vertreibung und Integration

Prof. Faulenbach (Bochum) referiert im Stadtmuseum

Borken - 12. Mai 2003. Am kommenden Freitag, 16. Mai, hält der renommierte Zeithistoriker Prof. Dr. Bernd Faulenbach (Universität Bochum) im Stadtmuseum Borken einen Vortrag zum Thema "Flucht, Vertreibung und Integration".

Der Historiker Faulenbach gibt einen Überblick über das historische Geschehen, zeichnet die Wandlungen im öffentlichen Umgang mit diesem Thema seit der frühen Nachkriegszeit nach und sucht Flucht, Vertreibung und Integration in ein ausgewogenes Gesamtbild von NS-Herrschaft, Krieg und Nachkriegszeit einzuordnen.

Für 25-Jährige steht heute vielleicht der Partnerschaftsgedanke und die Aufnahme Polens und Tschechiens in die EU im Vordergrund. Für 45-Jährige treten Erinnerungen an Nachbarn und Mitschüler aus den 1960ern hinzu, deren Familien "irgendwie anders", weil "Flüchtlinge", "Vertriebene" und zudem oft anderer Konfession waren. Die meisten über 65-Jährigen haben die letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsjahre noch in lebendiger Erinnerung, die sie als Heranwachsende im Westmünsterland, zum Teil auch als Kinder von leidgeprüften Flüchtenden bzw. Vertriebenen erlebt haben. Flucht und Vertreibung in der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsphase 1944-47 ist ein vielschichtiges Thema, das im Laufe der Nachkriegsjahrzehnte je nach politischer Großwetterlage sehr unterschiedliche öffentliche Gewichtungen erfahren hat.

Das Stadtmuseum, die Volkshochschule und der Heimatverein Borken laden herzlich zu diesem Vortragsabend ein. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 3,00 €.


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