Bocholt, 13. Mai 2003
Büros und Gastronomie im alten Güterbahnhof
Charakter des Gebäudes soll laut Investor erhalten bleiben
Bocholt (pd).
Im Komplex des alten Güterbahnhofs auf der Hindenburgstraße sollen künftig schwerpunktmäßig Büros entstehen. Daneben ist eine gastronomische Nutzung vorgesehen. Das sind die Vorstellungen den Investors, der Unifinanz Projektentwicklung GmbH, die das Kopfgebäude (ca. 250 qm) und die rund 100 Meter lange Halle (ca. 1.300 qm) kaufen und sanieren will. Der Ausschuss für Planung und Bau stimmte in seiner jüngsten Sitzung vom 13. Mai den Plänen zu und empfiehlt dem Stadtrat, dem Verkauf am 21. Mai zuzustimmen.
Wie Investor und Architekt betonten, soll der Charakter des alten Bahnhofsgebäudes, das derzeit als Lagerstätte dient, erhalten bleiben. Das heißt: Das Gebäude ist auch nach der Sanierung mit seinen Stahlträgern und Rampen weiterhin von außen als ehemaliges Bahnhofsgebäude erkennbar, die Innenräume werden entsprechend für Bürozwecke umgebaut.
Einen ersten Mieter gibt es auch schon: Wie der Investor mitteilte, hat das Bocholter High-Tech-Unternehmen "amenotec" Interesse an rund 50 % der Büroflächen bekundet.
Mit dem Verkauf des Komplexes ist auch der Verkauf eines Gleises verbunden. Dieses werde allerdings nicht mehr für die Abwicklung von Güterverkehr benötigt, so die Verwaltung.
Die Stadtverwaltung hatte den alten Güterbahnhof vor rund 2 Jahren gekauft, um zu verhindern, dass sich sog. zentrumsschädigender Einzelhandel dort ansiedelt, der nicht ins städtische Gesamtkonzept passt.