Wirtschaftsförderer arbeiten zusammen
12.06.2003 | Herten
Kooperation stärkt Wettbewerbsfähigkeit des Emscher Lippe Raumes
Die Kooperation auf dem Gebiet der Wirtschaftsförderung im Emscher Lippe Raum nimmt konkrete Formen an. Das von den Spitzen des Kreises und der Städte im Januar 2003 gegründete "Wirtschaftsförderernetzwerk" hat die Arbeit aufgenommen.
Damit sollen die Wirtschaftsförderungsaktivitäten der einzelnen Standorte in der Region neu gebündelt werden, um die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ein optimales Wirtschaftsförderungsangebot zu realisieren. Im Ergebnis soll die regionalisierte Wirtschaftsförderung die Profilierung und Positionierung der Region verbessern.
Konzentration auf Kompetenzfelder, Benennung von Projektverantwortlichen aus den Städten und Bildung von städteübergreifenden Teams, das sind die wichtigsten Ergebnisse eines Kreativworkshops von Ende April.
Die Wirtschaftsförderer aus Gelsenkirchen, Bottrop, den zehn Städten des Kreises Recklinghausen und der Emscher-Lippe-Agentur hatten sich in Haltern zu einem "Kreativworkshop" zusammengesetzt. Es wurde vereinbart, sich bei der Zusammenarbeit auf die Kompetenzfelder der Emscher Lippe Region (Energie, Chemie, Freizeitwirtschaft und "Innovative Wirtschaftsförderung") zu konzentrieren. Die wirtschaftlichen Alleinstellungsmerkmale sind die Grundlage für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Region und der wichtigste Ansatzpunkt für die regionalisierte Wirtschaftsförderung.
Ergänzend zu den bisherigen Kompetenzfeldern sollen vor allem die Gesundheitswirtschaft und die industrienahen Dienstleistungen stärker in den Blick genommen werden. In diesen Bereichen werden in den kommenden Jahren noch nennenswerte Arbeitsplatzzuwächse erwartet. Die Wirtschaftsförderer werden in den nächsten Monaten die Akteure dieser Handlungsfelder (Unternehmen und Hochschulen) zusammenbringen, um gemeinsame Ideen und Projekte zu entwickeln und die besonderen Stärken der Region weiter auszubauen. Neu daran ist, dass alle Wirtschaftsförderer der Städte an dem gemeinsamen Ziel arbeiten, wichtige Projekte der Region voranzutreiben. "Das Kirchturmdenken in unserer Region ist überwunden", so Landrat Schnipper.
Professor Dr. Peter Schulte, Rektor der FH Gelsenkirchen und Aufsichtsratsvorsitzender der Emscher Lippe Agentur (ELA) hebt die Kompetenz der Fachhochschule Gelsenkirchen im Bereich der Medizintechnik hervor und sieht sie hier in einer besonderen Rolle. "Die FH verfügt über eine röntgendiagnostische Ausstattung, die sich mit mancher modernen Klink messen kann. Wir müssen Forschung und Entwicklung künftig noch enger mit der Anwendung verzahnen." Auch dies sei ein Aspekt der Gesundheitswirtschaft. Gerade in der Medizintechnik seien im Gegensatz zum klassischen Gesundheitswesen noch viele neue Arbeitsplätze möglich.
In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der ELA ist Professor Schulte auch Mitglied einer Gruppe, die sich aus dem ELA-Aufsichtsrat heraus gebildet hat und die aus den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern aller beteiligten Städte sowie dem Landrat des Kreises Recklinghausen besteht. Die Gruppe hat die Steuerung der regionalisierten Wirtschaftsförderung bei der ELA und den Städten intensiviert. Auf diese Weise wird der Sprung nach vorn durch die Zusammenfassung der Kräfte für die Emscher Lippe Region realisiert.
Pressekontakt: Pressestelle, Norbert Johrendt, Telefon 02366-303551



