Magdeburg mit Anerkennungsurkunde für ÖPNV-Konzept geehrt
Internationale Jury würdigt Entwicklung und Ziele des städtischen Nahverkehrs
Die Landeshauptstadt Magdeburg wurde bei der Verleihung des Europäischen Nahverkehrspreises in Brüssel mit einer Anerkennungsurkunde für ihr ÖPNV-Konzept geehrt. Damit gehört Magdeburg zu insgesamt elf Städten, die von einer internationalen Jury für den Wettbewerb ausgewählt wurden. Beworben hatten sich mehr als 40 Städte und Regionen aus ganz Europa. Sieger wurden die italienische Region Emilia-Romagana und die Stadt Bologna.
Mit der Urkunde würdigte die Jury den bisher erreichten Stand bei der Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und die mit der Konzeption angestrebten Ziele zur weiteren Entwicklung. Das aktuelle ÖPNV-Konzept der Landeshauptstadt Magdeburg wurde am 7. März 2002 durch den Stadtrat beschlossen worden. Es bildet mit seinen umfangreichen Analysen und Empfehlungen die Grundlage für die längerfristige Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Elbestadt.
Der Europäische Nahverkehrspreis wird alle zwei Jahre vom Rat der Gemeinde und der Regionen Europas (RGRE) in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Partnern verliehen. Erstmals wurde der Preis 1995 vergeben. In diesem Jahr wurde die Preisverleihung durch die Region Brüssel unterstützt.
Ziel der diesjährigen Preisvergabe, die am 5. Juni stattfand, war die Prämierung von Städten, in denen große Fortschritte bei der Entwicklung besserer und nachhaltiger Mobilitätsmuster erreicht wurden. Die Region Emilia-Romagana und die Stadt Bologna gewannen den ersten Preis für ihre Initiative "Viva Bologna". Im Rahmen dieser Initiative hatte die italienische Stadt zwischen November 2001 und Juni 2002 ihren Stadtkern an den Wochenenden mehrere Stunden für den privaten Individualverkehr gesperrt und dies mit verschiedenen Veranstaltungen verknüpft.
Der zweite Platz ging an die englische Stadt Cambridge, die ein System zur Verbesserung der Mobilität des Verkehrs im historischen Stadtkern entwickelten. Mehrere englische Großstädte, darunter auch die Hauptstadt London, haben das Cambridge-System übernommen. Die türkische Stadt Bursa erhielt für den Bau einer 16,5 Kilometer langen Metro-Buslinie, die das Stadtzentrum mit den westlichen Vororten verbindet, den dritten Preis.
Bei Rückfragen: Roswitha Baumgart, Stadtplanungsamt, Tel.: 0391/5 40 53 78
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