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"Zum Weinen war keine Zeit - Frauen an der Heimatfront"

Lesung in der Remigius Bücherei

Borken - 24. Juni 2003.

Unter dem Titel "Zum Weinen war keine Zeit - Frauen an der Heimatfront" - hat ein Frauengeschichtsprojekt lebensgeschichtliche Erinnerungen von Zeitzeuginnen zusammengetragen und ausgewertet. In einer Lesung am Mittwoch, 2. Juli um 19.30 Uhr in der Remigius Bücherei geben die Autorin Silvia Schilde und Mitglieder des Arbeitskreises Einblicke in den Alltag von Frauen und Mädchen an der "Heimatfront".

Das Geschichtsprojekt lenkt den Blick auf den Kriegsalltag von Frauen und Mädchen im westmünsterländischen Raum. Frauen und Mädchen bewirtschafteten - unterstützt durch Fremdarbeiter/innen - große Höfe und kleinere landwirtschaftliche Betriebe, waren zeitweise dienstverpflichtet in Fabriken, flickten in ihrer begrenzten Freizeit Strümpfe für Soldaten, sammelten Kartoffelkäfer und Heilkräuter, hielten durch Feldpost und Päckchen den Kontakt zur Front, versorgten Kinder und kranke Eltern angesichts einer sich verschärfenden Versorgungslage, verloren Ehemänner, Väter und Brüder und durchlitten im letzten Kriegsjahr die Grauen der Bombardements. Der Kriegsalltag mit all seinen Zumutungen wurde so zur Normalexistenz an der "Heimatfront". Zeitzeuginnen erinnern sich an die Kriegsjahre als ein Leben voller Arbeit, in dem selbst zum Weinen keine Zeit war.

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Borken und die Remigius Bücherei laden alle Interessierten  zu dieser Lesung ein.


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