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Daniel Düsentrieb und das Streben nach Fortschritt
Vortrag von Dr. Josef Spiegel über Fiktion und Phantasie, Kunst und Wissenschaft
Borken - 27. Juni 2003.
Technische Kreativität lebt nicht nur von Modellrechnung, Versuch und Irrtum, sondern manchmal auch von Ideen, die in ganz anderen, nämlich künstlerischen Sparten geboren wurden. "Die Kunst lebt von Erfindungen der Phantasie, die Wissenschaft macht die Erfindungen der Phantasie zur Wirklichkeit" formulierte Maxim Gorki. Visionäre technische Ideen finden sich im literarischen Genre der Science Fiction, aber auch in den kulturell gemeinhin geringgeschätzten Comics, deren Figuren bisweilen einfallsreiche Botschafter menschlicher Träume sind. Dies zeigt Dr. Josef Spiegel, Geschäftsführer des Künstlerdorfes Schöppingen, am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr in einem Dia-Vortrag anhand vieler Beispiele auf. So spielen die Ideen des Daniel Düsentrieb mit Witz und Ironie und einer fortwährenden Lust am technischen Fabulieren das grenzenlose Spiel menschlicher Möglichkeiten durch und bringen die tief im Menschen angelegte Sehnsucht nach Erweiterung der eigenen Fähigkeiten zum Ausdruck. Vom Trachten nach der Überwindung von Raum und Zeit bis zur vorteilhafteren Alltagsbewältigung bieten sie viele Ansatzpunkte zur kulturgeschichtlichen Reflexion über das grundlegende menschliche Streben nach Fortschritt und Entwicklung. Im Rahmen der Vortragsreihe zur aktuellen Bionik-Ausstellung, die das Stadtmuseum in Kooperation mit der Volkshochschule und dem Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken veranstaltet, nimmt Dr. Josef Spiegel Bezug auf die von ihm konzipierte Ausstellung "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör". Unter diesem Titel haben Schöppinger Schüler Erfindungen aus der Welt der Comics nachgebaut, die bisher nicht verwirklicht wurden. Eine Auswahl dieser Objekte ist derzeit ebenfalls im Stadtmuseum Borken zu sehen. Der Vortrag findet im Gebäude der Stadtwerke Borken (Ostlandstraße 9) statt, die das Bionik-Projekt fördern. Der Teilnahmebeitrag beträgt 3 Euro.
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