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Wahlausschuss tagt am Montag

Neues Geo-Informationssystem bundesweit erstmalig im Einsatz in Borken

Borken - 23. Juli 2003.

Am kommenden Montag findet um 17 Uhr im Rathaus eine Sitzung des Wahlausschusses statt.

Gemäß dem Kommunalwahlgesetz hat der Wahlausschuss die Aufgabe, das Wahlgebiet einzuteilen. Bereits zur Kommunalwahl 1999 bestanden 19 Wahlbezirke. Diese Wahlbezirke sind in den letzten Jahren durch bauliche Entwicklungen und Einwohnerzuzüge unterschiedlich gewachsen, so dass eine Neueinteilung der 19 Wahlbezirke erforderlich sei, so die Verwaltung in ihrer Vorlage. Die Neueinteilung solle bereits zur Europawahl im nächsten Jahr gelten, damit für den gesamten Wahlzyklus 2004 bis 2006 die Wahlergebnisse verglichen werden können.

Nach den Vorgaben des Kommunalwahlgesetzes ist bei der Einteilung der Wahlbezirke Rücksicht darauf zu nehmen, dass räumliche Zusammenhänge möglichst gewahrt werden. Auch darf die Abweichung von der durchschnittlichen Einwohnerzahl der Wahlbezirke im Wahlgebiet nicht mehr als 33 Prozent nach oben oder unten betragen. In Borken wohnen durchschnittliche 2.142 Einwohner in einem Wahlbezirk. Bei der Neueinteilung sei der Einwohnerzuwachs und auch die künftige bauliche Entwicklung berücksichtigt worden, schreibt die Verwaltung in der Vorlage. Änderungen gegenüber der Wahl in 1999 ergeben sich insbesondere in Weseke, Burlo, Hovesath und in den Stimmbezirken Westenborken/Grütlohn und Marbeck.

Die Kommunalwahlen sind vom Innenministerium auf den 26. September nächsten Jahres festgesetzt worden. Gegebenenfalls erforderliche Stichwahlen finden am 10. Oktober 2004 statt.

Der Diskussion im Ausschuss um die Einteilung der Wahlbezirke ist die Vorstellung des "Poly-GIS-Verfahrens" vorgeschaltet. Hierbei handelt es sich um spezielles EDV-Programm im Geographischen Informationssystem (GIS) der Stadt Borken. "Einer der wichtigsten Punkte hierbei war die digitale Aufbereitung des sogenannten Hausnummernbuches, in dem alle Hausnummer der Stadt Borken vergeben und verwaltet werden", so Dieter Riethmann von der EDV-Abteilung. Weiter seien die statistischen Bezirke und die alten Wahlbezirke im GIS digitalisiert worden, um erstmalig eine genaue geographische Zuordnung aller Gebäude zu den einzelnen Bezirken zu erhalten. Im nächsten Schritt wurden die Einwohnerzahlen für jedes Gebäude ermittelt und im GIS hinterlegt. Mit diesen Daten war es nun möglich die Wahlbezirkseinteilung mit Hilfe der digitalen Karten der Stadt Borken in sehr kurzen Zeit neu festzulegen, so Riethmann. Das in Borken im Einsatz befindliche Geo-Informationssystem Polygis wurde zum erstenmal in der Bundesrepublik für diesen Zweck eingesetzt.

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Dieter Riethmann



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