Bocholt, 30. Juli 2003
Knappe "2" für Deutsche Bahn
Umfrage auf der Strecke Bocholt-Wesel / Sauberkeit auf Bahnhöfen bemängelt
Bocholt (pd).
Die Fragebogenaktion, die die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung anlässlich des Jubiläums der Bahnstrecke Bocholt - Wesel durchgeführt hatte, führte zu einem weitgehend zufriedenstellenden Ergebnis. Beteiligt hatten sich 150 Personen.
Die gaben der Bahn im Schulnoten-Ranking insgesamt eine "Zwei minus". Es wurde nach der Zufriedenheit der Nutzer der Bahnstrecke Bocholt - Wesel im Hinblick auf
- Pünktlichkeit
- Erreichen von Anschlüssen
- Sauberkeit
- Infos über Unregelmäßigkeiten
- Betreuung durch das Zugpersonal
- Leistungen der DB auf dieser Linie
gefragt. Gab es bei dem Stichwort "Betreuung durch das Zugpersonal" eine glatte Zwei, tendierte das Ergebnis bei den Punkten Infos über Unregelmäßigkeiten (2,86) und Sauberkeit (2,75) eher in Richtung Drei.
Als weitere Anregungen wurden Hilfen für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen etc. erwünscht. Außerdem wurde die Sauberkeit der Bahnhöfe bemängelt oder auch um kostenlosen Fahrradtransport gebeten. Stimmen für die Reaktivierung der Strecke Bocholt - Borken gab es ebenso wie dafür, den "Bocholter" bis Oberhausen oder Duisburg durchfahren zu lassen. Zudem sollte nach Ansicht eines Teilnehmers überlegt werden, den Fahrplan, der in der Woche gilt, auch auf das Wochenende zu übertragen. Weitere Vorschläge waren ein Kleinkinderabteil in allen Zügen, eine bessere Vertaktung am Sonntag Morgen und einheitliche Preise in allen Regionen.
"Wir sind insgesamt recht zufrieden mit den Umfrageergebnissen", sagt Reinhild Geschwender von der DB Regionalbahn Rhein Ruhr GmbH, "hätten uns allerdings eine größere Beteiligung an der Umfrage gewünscht." Die Regionalbahn Rhein - Ruhr werde in Zukunft durch entsprechende Maßnahmen eine noch größere Kundenzufriedenheit erreichen wollen. Die Anregungen werde man aufnehmen und gemeinsam mit dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland prüfen, inwieweit eine Umsetzung erfolgen könne.
Sämtliche Jubiläumsaktivitäten, die gemeinsam mit der Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt vom 30. Juni bis zum 6. Juli durchgeführt worden waren, haben für große Resonanz in Nah und Fern gesorgt. Vor allem die dampfenden Loks in der Innenstadt und der Dampfzug "Phöenix", der am 5. Juli die Jubiläumsstrecke Bocholt - Wesel befuhr, begeisterten Tausende. "Es wird in der nächsten Zeit Gespräche mit der Bahn und Stadtmarketing geben", so Klaus Kaiser, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, "inwieweit derartige Aktionen zu anderen Anlässen wiederholt werden können."
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Bruno Wansing (Text) 02871/953-571