Bocholt, 07. August 2003
Dämmen mit Hanf, Flachs und Getreide
Tipp für Hausbesitzer/innen: Bund fördert mit 30-40 Euro pro Kubikmeter
Bocholt (pd).
Hanf, Flachs, Getreide, Schilf oder Schafwolle - was hat das mit Hausdämmung zu tun? Eine ganze Menge. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen werden neuerdings vom Bund mit 30,- bzw. 40,- Euro pro Kubikmeter gefördert.
Sowohl Alt- als auch Neubauten lassen sich gegen Wärme, Kälte und Schall dämmen. Welcher Dämmstoff geeignet ist, liegt an den Anforderungen, die von gesundem Raumklima speziell für Allergiker über hervorragende bauphysikalische Eigenschaften bis hin zum Aspekt der Ressourcenschonung und Entsorgung reichen können. Die Natur hat einiges zu bieten. Rohstoffe für diese Produkte wie Hanf, Flachs, Getreide wachsen auf Feldern, Schilf und Schafwolle können ebenfalls benutzt werden.
"Viele Bauherren, Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen schreckten in der Vergangenheit vor den hohen Kosten zurück", berichtet Bocholts Umweltreferentin Angela Theurich aufgrund bisheriger Anfragen. Das neue Programm "Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" mit Zuschüssen von 30,- bzw. 40,- Euro pro Kubikmeter Dämmstoff will gegensteuern.
Die genannten Naturdämmstoffe sind sowohl für Dach- und Geschossdeckendämmung sowie Kellerdämmung, Außen- und Zwischenwände und Fußböden geeignet. Sie sind Wärme-, Kälte- und Schalldämmend, feuchtigkeitsregulierend und diffusionsoffen. Darüber hinaus schonen sie endliche Ressourcen, tragen zum Klimaschutz bei und sind für den Menschen sehr gut verträglich.
Gefördert werden Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, ganz gleich ob für den Neubau oder die Sanierung eines Gebäudes. Dies gilt für Privatpersonen, Einkaufsgemeinschaften oder gewerbliche Unternehmen, die Eigentümer, Pächter, Mieter oder Bauträger der Gebäude sind, in denen die Dämmstoffe eingebaut werden sollen. Ausnahme sind Kleinstmengen unter 5 cbm.
Das Antragsformular und kann im Internet unter www.naturdaemmstoffe.info heruntergeladen oder unter Faxnummer 0228-96940458 abgerufen werden. Das Programm läuft bis zum 31.12.2004. Anträge können in dieser Zeit bei der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e.V., Hofplatz 1, 18276 Gülzow, gestellt werden.
Fragen beantwortet Bocholts Umweltreferentin Angela Theurich unter Tel 02871/953-137 oder E-Mail atheuric@mail.bocholt.de.