Leer/Jever -Die Seefahrtschule in Leer ist ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft der Region Ost-Friesland und das Emsland. Das erklärten übereinstimmend die Mitglieder der Strukturkonferenz Ost-Friesland während ihrer jüngsten Sitzung in Jever. Die Verwaltungschefs der ost-friesischen Landkreise und der kreisfreien Städte Emden und Wilhelmshaven sprachen sich darum unter der Leitung des Auricher Landrats Walter Theuerkauf "einmütig und mit Nachdruck" für die Sicherung und die Fortentwicklung der Seefahrtschule in Leer aus.
Zuvor hatte der Leeraner Landrat Bernhard Bramlage die Mitglieder der Strukturkonferenz über den aktuellen Sachstand informiert. Offenbar sei sich die Landesregierung in Hannover der strukturpolitischen Bedeutung der Leeraner Seefahrtschule nicht ausreichend bewußt, befürchten die Landräte und Oberbürgermeister. Allein die Tatsache, dass Leer nach Hamburg der zweitgrößte Reederstandort Deutschlands sei, mache deutlich, welchen Stellenwert dieser Bereich für die regionale Wirtschaft habe. Die Seefahrtschule sei dabei ein unverzichtbarer Bestandteil. Selten lasse sich die Verzahnung mit der Wirtschaft bei einer Ausbildungseinrichtung so deutlich ablesen wie bei der Seefahrtschule Leer.
Die Leeraner Reeder hätten schon in der Vergangenheit ihre Bereitschaft bewiesen, selbst Geld für Professorenstellen einzubringen. Diese Bereitschaft bestehe auch weiterhin. Dafür sei es aber unverzichtbar, dass das Land den Fortbestand der Seefahrtschule Leer ohne Wenn und Aber sicherstelle. Wenn stattdessen eine bereits zugesagte zusätzliche Professorenstelle wieder zurückgenommen werde und auch sonst eher zögerliche Signale ins Land gegeben würden, stoppe das die weitere Entwicklung dieser für die Region wichtigen Einrichtung und stelle im Ergebnis ihren Bestand in Frage. Es sei dringend nötig, die notwendigen Konsequenzen aus einem seit längerer Zeit vorliegenden umfangreichen Gutachten zu ziehen, das der Seefahrtschule Leer eine dringend notwendige Personalaufstockung und erheblichen Raummangel, aber vor allem gute Entwicklungsmöglichkeiten bescheinige.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
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