Die Landeshauptstadt Magdeburg und die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichneten heute Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Prof. Dr. Andreas Geiger, Rektor der Hochschule.
"Im Bewußtsein, dass im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Stadt Magdeburg und insbesondere die Stärkung des Wissenschaftsstandortes Magdeburg eine optimale Kooperation zwischen der Stadt und den beiden ortsansässigen Hochschulen dringend erforderlich ist, schließen die Vertragspartner ... diese Rahmenvereinbarung mit dem Ziel einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit unter Wahrung ihrer eigenen Zuständigkeiten", heißt es in der Präambel der Vereinbarung.
Die Vertragspartner wollen sich in allen Bereichen gemeinsamen Interesses und beim Zusammenwirken zur Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens in der Landeshauptstadt unterstützen. Dabei verstehen sich Stadt und Hochschule als Partner der regionalen Unternehmen, Verbände, Bildungseinrichtungen und sonstigen gesellschaftlichen Institutionen. Bestehende Kooperationen sollen fortgeführt und ausgebaut werden.
Bereits seit der Gründung der Hochschule Magdeburg-Stendal im Jahre 1991 hat sich eine intensive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule entwickelt. Es gibt vielfältige gemeinsame Projekte z.B. mit dem Fachbereich Bauwesen und dem Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen. Studenten aus dem Fachbereich Gestaltung/Industriedesign gestalten derzeit gemeinsam mit der Kommunalen Arbeitsgruppe Internet und Informatik-Studenten der Otto-von-Guericke-Universität ein Studentenportal, das im Herbst 2003 unter magdeburg.de ans Netz gehen soll. Und der Fachbereich Wasserwirtschaft unterstützt die Stadt bei der Erarbeitung von Strategien zum Hochwasserschutz.
"Von der Kooperation profitieren beide Seiten", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Der Stadt kommt wissenschaftliches Knowhow zugute, das uns hilft, aktuelle Probleme zum Wohle der Bürger zu lösen. Und die Studenten lernen am praktischen Beipiel."
Da der ausgeprägte Praxisbezug zu den Markenzeichen von Fachhochschulen gehört, ist dies für Rektor Prof. Dr. Andreas Geiger besonders wichtig. "Das Gefühl, etwas Nützliches, Praxistaugliches geschaffen zu haben, motiviert ungemein." Rektor Geiger verweist auf die "wirkungsvollen Taten aus dem akademischen und studentischen Umfeld", die sich u. a. an aktuellen Arbeiten von Architekturstudenten der Hochschule wie der Kaserne Mark oder diversen Ausstellungen der Industriedesign-Studenten im städtischen Raum für jedermann dokumentieren ließen.
"Davon würden wir zukünftig gern noch viel mehr initiieren und mitgestalten." Mittlerweile hat die Hochschule allein in Magdeburg über 4.200 Studenten und 130 Professoren. Geiger weiter: "Das schöpferische Potential ist riesig und kann gern noch öfter abgerufen werden."
Bereits 2001 hatte die Stadt eine ähnliche Kooperationsvereinbarung mit der Otto-von-Guericke-Universität abgeschlossen. "Dass wir eine Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule Magdeburg-Stendal gerade jetzt schließen, ist nicht nur das Zeichen, dass uns beide wissenschaftliche Einrichtungen gleich wichtig sind, es ist auch das Signal, dass die Stadt auf das wissenschaftliche Potential ihrer Hochschulen nicht verzichten kann und will, weil daraus Zukunftsfähigkeit erwächst", erklärte Magdeburgs Oberbürgermeister anlässlich der Unterzeichnung. "Gerade die Fachhochschule hat in den wenigen Jahren seit ihrer Gründung ein Profil entwickelt, das sie überregional attraktiv macht. Sie fördert damit nicht nur das Image unserer Stadt, sondern trägt auch maßgeblich dazu bei, viele junge Leute aus anderen Bundesländen und aus dem Ausland nach Magdeburg zu ziehen."