Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 05. November 2003

Stadt weist polnische "Schwarzarbeiter" aus

Illegale Gärtnerarbeiten / Strafantrag gegen Auftraggeber

Bocholt (pd).

Bei einer Außenkontrolle wurden in Bocholt zwei polnische Staatsangehörige ohne gültigen Aufenthaltsstatus bei der „Schwarzarbeit“ erwischt.

Gegen sie wurden Ausweisungsverfügungen erlassen und die Abschiebung angedroht. Gegen den Auftraggeber wurde Strafantrag gestellt.

Nachdem bereits vor einem Monat zwei Rumänen bei unerlaubten gärtnerischen Arbeiten erwischt worden waren, trafen am Dienstag, 4. November, Kontrolleure des Arbeitsamtes Coesfeld an einem anderen Objekt zwei polnische Männer an, die einem Bocholter Gewerbetreibenden bei der Arbeit "behilflich" waren. Daraufhin wurden der städtische Fachbereich Öffentliche Ordnung und die Kriminalpolizei eingeschaltet.

Bei der anschließenden Vernehmung stellte sich heraus, dass die Polen, offenbar unabhängig voneinander, als Touristen eingereist waren; einer der beiden hält sich bereits seit Mitte September in Bocholt auf. Beide besitzen kein Visum und keine Arbeitserlaubnis, so dass sie zu keinem Zeitpunkt hätten arbeiten dürfen. Sie gaben an, in Polen seit geraumer Zeit ohne Arbeit und deshalb mittellos zu sein.

Da auf Grund der verbotenen Erwerbstätigkeit der Aufenthalt im Bundesgebiet illegal war, wurden die zwei Arbeiter von der Bocholter Ausländerbehörde für dauernd ausgewiesen. Reisen sie dennoch nicht kurzfristig aus, werden sie in ihren Herkunftsstaat abgeschoben. Gegen den Auftraggeber wurde Strafantrag wegen Verdachts auf unerlaubte Beschäftigung, Verkürzung von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuerbetrug gestellt.

Im Jahr 2003 wurden in Bocholt bereits 13 ausländische "Schwarzarbeiter" vom Fachbereich Öffentliche Ordnung ausgewiesen.