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Multimedia soll Museum beleben

Borken - 06. November 2003. (ks). Ein konkretes Konzept für die Ausstellung zur Stadtgeschichte im Stadtmuseum hat Museumsleiter Dr. Norbert Fasse bei der Kulturausschusssitzung vorgestellt. Einstimmig befürwortete der Ausschuss Ziele und Schwerpunktsetzung. Er beauftragte die Verwaltung, Fördermittel beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu beantragen. Nutzung der Dachwohnung ist ungewiss.

Bevor Museumsleiter Dr. Norbert Fasse die konkreten Pläne des im März skizzierten Grobkonzepts vorstellte, blickte er zurück auf das Jahr 2003 und das Grundkonzept "Museum als kultureller Ort". Die Besucherzahlen des Stadtmuseums im Jahresdurchschnitt seien gestiegen: im Gegensatz zum Zeitraum 1996 bis 2000 um 40 Prozent. Auch das Spektrum sei breit gefächert: eine ständige Sonderausstellung der bildenden Kunst, Musik und Kleinkunst live, die VHS/Heimatverein-Vortragsreihe zur Stadtgeschichte und die ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte.

Bei der Vorstellung des neuen Konzeptes für die Ausstellung der Stadtgeschichte sprach Fasse auch die finanzielle Seite an: 30 Prozent Einsparungen müsse das Museum jetzt schon hinnehmen, weitere 20 Prozent seien für 2004 vorgesehen. Damit sei die "Grenze der Möglichkeiten erreicht", so Fasse. Dennoch wolle er eine schlüssige Planung für das alte Rathaus präsentieren: "Ich möchte versuchen, dass das, was wir hier mittelfristig planen, zum Langfristigen passt." Die Ausstellung will ihren Schwerpunkt auf das 19. und 20. Jahrhundert legen, da diese Zeit gegenwartsnah ist. Die Ausstellung möchte nicht nur Bürger und Schüler, sondern auch Auswärtige ansprechen. Einbezogen werden sollen auch die einzelnen Ortsteile Borkens, so Fasse. Multimediale Elemente sollen mit eingebunden werden. Denn mit technischen Hilfsmitteln, wie etwa einem Walkman, könne der Museumsbesucher Angebote eigenständig vertiefen. Auch spare man zum Beispiel durch Computer-Animationen Platz. Denn der ist knapp. Die Fläche für die ständige Ausstellung soll größer sein, als die zeitweisen Präsentationen, um Platz für eine interessante Schau zu haben. Sonderausstellungen und bildende Kunst würden aber auf jeden Fall erhalten bleiben.

Die Frage nach der Dachwohnung im Seitenflügel des Museums stehe noch im Raum. Diese sei für die Ausstellung wichtig, würde zusätzlichen Raum ohne Dachschrägen bieten. Aber "in Anbetracht der Antragsfristen muss jetzt mit der konkreten Planung begonnen werden", erklärte Norbert Fasse. Trotz der Fördermittel müsste die Stadt rund 50 Prozent der Kosten selbst tragen, schätzte er. Die Umbauarbeiten, so Fasse, müssten Fachbetriebe erledigen. Und die Neuerung sei nicht in einem halben Jahr gemacht, betonte der Museumsleiter. "Nach den Richtzahlen des Westfälischen Museumsamts entstehen für die Neugestaltung Kosten von rund 1300 Euro pro Quadratmeter", so Fasse. Wenn man demnach das erste Obergeschoss - eingeschlossen Dachwohnung - einbeziehe, dann entstünden Umbau- und Einrichtungskosten von rund 513.000 Euro. Etwa 256.000 Euro davon seien der Eigenanteil.

Borkener Zeitung - 06. 11. 2003

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de


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