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Keine Steuer-Erhöhung
Borken - 21. November 2003. (wen). Einen "Grand mit Vieren" spielt die Stadt bei ihrer Etat-Aufstellung. Nur vier Unternehmen in der Kreisstadt tragen 44 Prozent des gesamten Gewerbesteuer-Aufkommens. Die schwindenden Einnahmen aus dieser Steuerquelle in anderen Kommunen treffen für Borken übrigens nicht zu. In diesem Jahr konnten höhere Einnahmen verbucht werden als erwartet.
Die relativ stabile wirtschaftliche Lage in Borken spiegelt sich auch am Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer wider. Gegenüber dem Landesschnitt konnten die Einnahmen um 3,7 Prozent gesteigert werden. Schlussfolgerung: Die Löhne und Gehälter haben sich besser entwickelt als im NRW-Schnitt.
Die Stadt will das Netto-Einkommen ihrer Einwohner im kommenden Jahr nicht schmälern. Die städtischen Steuern für Landwirte, Hausbesitzer und Betriebe sollen nicht steigen. Im vergangenen Jahr waren sie angehoben worden (BZ berichtete). Bauwirtschaft und Handwerker werden es nicht gerne hören: Die Stadt streicht im kommenden Jahr ihre Investitionen deutlich zusammen. Nach den Kraftanstrengungen der vergangenen vier Jahre stehen für Investitionen elf Millionen Euro im Jahr 2004 zur Verfügung. Zum Vergleich: In den Jahren 2002 und 2003 hat die Stadt 41 Millionen Euro investiert.
Die Schere zwischen dem städtischen Sparstrumpf (Allgemeine Rücklage) und den Schulden klafft auch dadurch seit dem Jahr 2001 immer deutlicher auseinander. Ende des Jahres 2004 wird die Stadt voraussichtlich mit 23,5 Millionen Euro in der Kreide stehen. Das sind pro Einwohner 576 Euro. Borken muss sparen, diese Devise haben Kämmerer und Bürgermeister bei Etat-Einbringung betont.
Borkener Zeitung - 21. 11. 2003
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