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"Genehmigung für Kompostierung liegt vor"
Hoxfeld/Kreis - 21. November 2003. (wen). "Diese Behauptung ist nicht wahr." Mit deutlichen Worten wehrt sich EGW-Geschäftsführer Thomas Holzschneider gegen den Vorwurf, der Kreis halte seine Verpflichtung gegenüber Stadt und Bürgerinitiative zum Ende der Mülldeponie Hoxfeld zum 31. Mai 2005 nicht ein.
Bürgerinitiativen-Sprecherin Annegret Aehling hatte dies der Entsorgungsgesellschaft vorgehalten, weil diese einen Antrag auf Erweiterung der Kompost-Produktion gestellt hat (BZ berichtete).
Von Vertragsbruch könne keine Rede sein, betonen dagegen Thomas Holzschneider und Landrat Gerd Wiesmann. Der Kreis habe bereits bei der Verpflichtung zum Deponie-Ende darauf hingewiesen, dass die Deponie rekultiviert werden müsse. Dafür sei der Kompost notwendig, er sei immer ausgenommen gewesen. Die Pläne für die Kompost-Erweiterung seien im übrigen bereits bei einer Begehung der Deponie vorgestellt worden, an der Annegret Aehling aber nicht teilgenommen habe. Die Bürgerinitiative will die Kompost-Erweiterungspläne juristisch überprüfen lassen, kündigte Aehling im Anschluss an eine Deponie-Besichtigung gestern an.
Thomas Holzschneider betonte auf BZ-Nachfrage die Deponie sei bis zum 31. Mai verfüllt. Die Müllhalde sei dann "abgeschlossen. Sie reicht nicht länger." Der Vorgang des Kompostierens habe mit einer Deponierung von Hausmüll nichts zu tun, hob auch Hindrik Stegemann, Technischer Leiter der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland, gestern bei einer Deponie-Begehung mit Mitgliedern der Bürgerinitiative hervor. Auch im Rat ist auf eine Genehmigung der Bezirksregierung aus dem Jahr 1997 für die Kompostierung während der Rekultivierung verwiesen worden. Wenn die Oberflächenabdichtung fertig ist, sei der Betrieb einzustellen, heißt es in dem Schreiben der Bezirksregierung.
Auf die Frage von CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Flinks, ob er öffentlich sagen könne, dass die Deponie definitiv am 31. Mai 2005 geschlossen werde, antwortete Bürgermeister Rolf Lührmann: "Ich sehe das so."
Der Rat beschloss, zur kommenden Sitzung einen Vertreter der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland einzuladen, der über die Rekultivierung der Deponie informieren soll.
Borkener Zeitung - 21. 11. 2003
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