Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters vom 25.11.2003
Sanierungsfortsetzung im Kulturhistorischen Museum
Die Verwaltung plant, im Juni des kommenden Jahres die Sanierung des Kulturhistorischen Museums fortzusetzen. Nachdem im ersten Bauabschnitt große Teile des Westflügels auf drei Etagen instand gesetzt und umgebaut wurden, sollen im vorgesehenen zweiten Bauabschnitt hauptsächlich im ersten Obergeschoss des Ost- und Nordflügels die Flächen der geplanten Ausstellung zum Stadtjubiläum 2005 und der folgenden Dauerausstellung saniert werden. Außerdem sind Verbesserungen beim Brandschutz sowie bei den Rettungswegen und Treppenhäusern des Ostflügels vorgesehen, da die Nutzung dieses Flügels derzeit nur über eine provisorische Treppe im nördlichen Hofbereich möglich ist. Zur Schaffung von Baufreiheit und zur Optimierung des Museumsbetriebes sollen für die Sanierung Magazinbereiche des Museums umgelagert werden.
Die Kosten für die Sanierungsarbeiten des zweiten Bauabschnitts betragen rund 4,29 Millionen Euro. Etwa ein Drittel der Summe wollen Bund und Land zur Verfügung stellen. Nach Beratung in den Ausschüssen entscheidet der Stadtrat voraussichtlich im Januar 2004.
Das im Neurenaissancestil gehaltene Gebäude des Kulturhistorischen Museums wurde im Jahr 1906 nach einem Entwurf des Wiener Architekten Friedrich Ohmann fertig gestellt. Ein Erweiterungsbau an der Heydeckstraße wurde in den Jahren 1912/13 bezogen. Nach schweren Kriegsschäden wurde das Gebäude in Teilen vereinfacht wieder aufgebaut. Heute ist dort neben dem Kulturhistorischen Museum auch das Museum für Naturkunde untergebracht.
Der Baukörper ist in drei Gebäudeflügel unterteilt, von denen der westliche durch seine Tiefe von rund 26 Metern - einschließlich Kaiser-Otto-Saal und Schmuckhof - eine Sonderstellung einnimmt. West- und Ostflügel werden durch den zweigeschossigen Kreuzgangflügel miteinander verbunden. Dieser unterteilt den Hofbereich in einen vollkommen geschlossenen nördlichen Wirtschaftshof und einen offeneren südlichen Hof unterteilt. Abgesehen vom Kaiser-Otto-Saal sind alle Gebäudeteile unterkellert.
Jahresabschluss der ZENIT GmbH
Der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss 2002 der Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie (ZENIT) GmbH liegt vor. Der Gesellschaftervertreter soll durch den Stadtrat angewiesen werden, den Abschluss mit einer Bilanzsumme von 22,3 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von etwa 137.000 Euro festzustellen sowie den Aufsichtsrat und den Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2002 zu entlasten.
B-Pläne "Saures Tal" und "An den Röthen"
Die Bebauungspläne Nr. 225-2 "Saures Tal" und 225-3 "An den Röthen" sollen geändert und erneut öffentlich ausgelegt werden. Der Oberbürgermeister war im Oktober vom Stadtrat beauftragt worden, den Festsetzungstext der beiden Bebauungspläne zu präzisieren und diese erneut öffentlich auszulegen. Der Spielplatz im Wohngebiet Saures Tal führte in den vergangenen Monaten mehrfach zu Beschwerden von Anwohnern.
(Weitere Informationen dazu finden Sie in der Pressemitteilung vom 2. September 2003.)
B-Plan "Vogelbreite/Harsdorfer Straße"
Der Bebauungsplan Nr. 302-2 "Vogelbreite/Harsdorfer Straße" soll nach einer Änderung als Satzung beschlossen werden. Dazu hat die Verwaltung die eingegangenen Hinweise und Anregungen abgewogen. Der Stadtrat stimmt voraussichtlich am 8. Januar über die Beschlussvorlage ab. Mit der Satzungsänderung soll Baurecht für den Bau von Einfamilienhäusern geschaffen werden.
B-Plan "Ottersleber Chaussee/Am Hopfengarten"
Die Verwaltung hat die Anregungen und Hinweise von Trägern öffentlicher Belange zum Bebauungsplan Nr. 431-1A "Ottersleber Chaussee/Am Hopfengarten", Teilbereich A abgewogen und schlägt dem Stadtrat vor, sie teilweise zu berücksichtigen. Außerdem soll der B-Plan als Satzung beschlossen werden. Das Areal nördlich der Ottersleber Chaussee ist bereits teilweise bebaut. Mit der Satzung soll das Bebauungsplanverfahren zum Abschluss gebracht werden.
Bei Rückfragen: Tel. 03 91/5 40 27 17
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