Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 02. Dezember 2003
Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters

Magdeburg.

Jahresabschluss der NKE GmbH

Der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss 2001 der Natur- und Kulturpark Elbaue GmbH wurde in der Dienstberatung zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung schlägt vor, die Gesellscaftervertreter zu beauftragen, den Jahresabscghluss festzustellen und dem Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2001 Entlastung zu erteilen. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 14,1 Mio. DM soll mit den Zuschüssen der Landeshauptstadt in Höhe von 6,7 Mio. DM verrechnet werden. Der nicht verrechenbare Fehlbedarf soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Entscheiden muss dazu abschließend der Stadtrat.

 

Haus KLE geht zur Puppenbühne

Die Jugendkunstschule "Haus KLE", die bislang zum städtischen Kulturamt gehörte, soll zum 1. März dem Puppentheater als eigenständige Abteilung zugeordnet werden. Durch die Symbiose soll das Angebot der Jugendkusntschule nicht nur erhalten, sondern sogar erweitert werden, z.B. durch Kurse zum Figurentheater oder die Vernetzung mit Kindereinrichtungen und Schulen. Perspektivisch werden durch Auslaufen einer Stelle Personalkosten gespart.

 

Kita-Planung 2004

Die Verwaltung hat auf der Grundlage der Bedarfszahlen die jährliche Kapazitätsplanung der Kindereinrichtungen für 2004 erstellt. Danach sollen im kommenden Jahr 2.495 Plätze in Kinderkrippen (1.588 Ganztagsplätze, 871 Halbtagsplätze, 35 integrative Plätze), 4.803 Kindergartenplätze (3.183 Ganztagsplätze, 1.428 Halbtagsplätze, 189 Plätze in integrativen Einrichtungen) sowie 3.422 Hortplätze (davon 8 integrative) bereit gestellt werden, insgesamt 10.720 Betreuungsplätze für Kinder. Die Kapazitätsplanung muss durch den Jugendhilfeausschuss bestätigt werden.

 

 

Neugestaltung Universitätsplatz

Im Zuge des Tunnelbaus am Universitätsplatz wird auch der Platz selbst neu gestaltet werden. Die Freiraumplanung dafür soll nun - sofern der Stadtrat grünes Licht gibt - fortgesetzt werden.

Der Universitätsplatz wird städtebaulich-räumlich als Gesamtplatz aufgefasst und gliedert sich, bedingt durch die unterschiedlichen Nutzungen, in verschiedene Bereiche. Durch die Freiraumgestaltung soll die städtebauliche Bedeutung des Platzes in seiner Gesamtheit mit den differenzierten Bereichen verdeutlicht werden. Daraus folgt das Gestaltungsprinzip der Großzügigkeit und Klarheit. Die Verkehrsräume werden durch die straßenbegleitenden Baumpflanzungen räumlich gefasst. Der Theatervorplatz wird im Wesentlichen geprägt durch die "diagonale Lage" des Gebäudes des Theaters der Landeshauptstadt zum Platz, den repräsentativen Theatereingang einschließlich Theatervorfahrt, die Wegebeziehung für Fußgänger und Radfahrer, die Gleisanlagen der Magdeburger Verkehrsbetriebe.

Mit der Gestaltung der Gehwegbefestigung und der Beleuchtungsanlage wird der Platz über das trennende Element der Gleisanlagen hinweg als ein Platz deutlich, ohne dass der Fußgänger verleitet wird, die Straßenbahnen nicht zu beachten. Die Gehwegbefestigung wird durch Verwendung von maximal zwei Materialien einheitlich strukturiert. Für die Beleuchtungsanlage werden Edelstahl-Lichtstelen oder Mastaufsatzleuchten mit einer Lichtpunkthöhe von 3,50 bis 4,00 m verwendet, die in einem 18 m Raster über den Platz gezogen werden. Diese Leuchten erhellen einen Umkreis von 9 m Radius. Durch die Strukturierung der Oberfläche und das Raster der Lichtstelen, in das sich alle Ausstattungselemente einordnen, wird die Theaterachse aufgenommen. Die Tag-Nacht-Wirkung des Universitätsplatzes wird mit dem Beleuchtungskonzept (Lichtstelen und Straßenbeleuchtung), den Frühlichtsäulen, der Anstrahlung des Theaters (vorhanden) sowie mit der Einordnung von Bodenstrahlern erreicht.

Zum Verweilen laden Sitzpodeste ein, die eine Orientierung in alle Richtungen ermöglichen. Die Standorte dieser Sitzpodeste werden ebenfalls auf dem gesamten Platz eingeordnet. Der Theatervorplatz ist in dieser Form vielseitig nutzbar. Wegebeziehungen werden gewährleistet und Verweilmöglichkeiten angeboten. Die Platzfläche bietet die Möglichkeit, temporäre Aktionen und Veranstaltungen durchzuführen. Ebenso ist die künstlerische Gestaltung möglich, die z. Zt. noch im Findungsprozess liegt. Hiermit soll der Platz, seiner Bedeutung und Funktion angemessen, eine einmalige einprägsame Gestalt erhalten. Der unmittelbare Vorbereich des Theatereinganges soll betont werden. Diese Betonung erfolgt mit den "Frühlichtsäulen" (Workshop-Beitrag), die dem Theater die Möglichkeit geben, die notwendige Eigenwerbung durchzuführen und damit die vorhandenen, nicht mehr zeitgemäßen Vitrinen zu ersetzen. Die "Frühlichtsäulen" werden entlang der Theatervorfahrt eingeordnet, ohne dass sie Laufrichtungen und die Feuerwehrfahrstrecke behindern.

Auf dem Rondell wird die Form, die sich zwingend aus der Verkehrsführung ergibt, mit den Vegetationsformen räumlich betont. Die Bepflanzung soll unter Beachtung der Folgekosten attraktiv und ebenso zurückhaltend gestaltet werden. Es werden neben Bäumen und Rasenflächen im Zusammenwirken mit der Dachbegrünung des Tunnels dauerhafte Stauden verwendet, die dem Platz in der Jahresabfolge ein lebendiges Erscheinungsbild geben. Darüber hinaus setzen Kunstwerke zeitgenössischer Künstler Akzente.

Nach Beratung in den Ausschüssen wird der Stadtrat voraussichtlich im Februar entscheiden, danach werden die Planungen fortgesetzt.

 

Neue Kita-Satzung

Die Verwaltung schlägt vor, die "Satzung zur Aufnahme von Kindern in kommunalen Kindertageseinrichtungen" zum 1. Januar 2004 zu ändern. Hintergrund ist die Privatisierung der Essenausgabe. Der Aufwand für die Essenausgabe wurde den Eltern bislang zusammen mit den Kosten für das Essen in Rechnung gestellt. Da die Essengelder künftig direkt mit den Anbietern abgerechnet werden, die Aufwendungen, die durch die Bereitstellung einer Mahlzeit (Essenausgabe, Abwasch) entstehen, werden den Eltern vom Jugendamt in Rechnung gestellt. Die Verwaltung schlägt vor, dafür monatlich einen Betrag von 9,90 Euro zu erheben. Für diese Dienstleistung wird keine Ermäßigung und kein Erlass gewährt. Die Kosten für die Kinderbetreuung bleiben von der Satzungsänderung unberührt. Nach Beratung in den Ausschüssen entscheidet der Stadtrat voraussichtlich im Januar.

 

Für Rückfragen: Tel.: 540 27 69



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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