"Attraktive Hochschulen stärken Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt!"
OB Trümper unterstützt Blutspende-Aktion der Studenten
Magdeburg.
"Jede Beschneidung des Profils der Magdeburger Universität ist nicht nur ein Aderlass für die Uni, sondern auch ein Aderlass für die Stadt", kommentiert Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die aktuelle Debatte um Kürzungen der Landesmittel für Hochschulen und Universitäten. Symbolisch ließ sich das Stadtoberhaupt deshalb heute in der Blutbank des Uniklinikums Blut abzapfen und unterstützte damit zugleich die von WebUni.de, dem gemeinsam von Stadt und Hochschulen betriebenen Studentenportal, ins Leben gerufene Blutspende-Aktion.
Unterstützt wurde die Aktion zudem vom Vorsitzenden des Magdeburger Stadtrates Gerhard Heinl (CDU) und Dave Gööck, Sprecher des Studentenrates, die ebenfalls Blut spendeten.
"Niemand kann die Augen verschließen vor den finanziellen Zwängen, in denen Bund, Länder und Kommunen derzeit stehen", erklärte OB Dr. Trümper dazu heute in der Uniklinik. "Aber ich bin sicher, es gibt intelligentere Lösungen als die Schließung einzelner Studiengänge." Natürlich müsse man kritisch - auch selbstkritisch - prüfen, wo mehr Effizienz oder Synergien möglich sind. Die Aufforderung von Kultusminister Olbertz an die Studenten, sich mit kreativen Ideen in die Strukturdebatte einzubringen, begrüßt Magdeburgs Stadtoberhaupt ausdrücklich. "Jeder ernst gemeinte Vorschlag ist es wert, geprüft zu werden."
Die Schließung kompletter Studiengänge zählt für Magdeburgs Oberbürgermeister allerdings nicht dazu. "Die Formel Lehrerbildung nach Halle, Techniker nach Magdeburg ist zu einfach. Beide Universitäten haben ein eigenständiges Profil entwickelt, das sie national und international attraktiv macht." Ihre Attraktivität basiere u.a. darauf, dass geisteswissenschaftliche und technische bzw. wirtschaftswissenschaftliche Fächer miteinander kombinierbar sind. Daraus entstünden Studienprofile, wie sie so nur in Magdeburg oder Halle möglich sind.
"Vom Nebeneinander und Miteinander verschiedener Fakultäten profitieren auch die Forschung und das geistige Klima vor Ort - z.B. durch Weiterbildungsangebote und wissenschaftliche Vorträge für die Menschen in der Region."
Mehr Effizienz könnte nach Auffassung von OB Trümper u.a. eine stärkere Leistungsorientierung für Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter und die Kooperation von Universitäten und Fachhochschulen bringen. "Jede Beschneidung des Studienangebotes - egal ob in Magdeburg oder Halle - schwächt den Hochschulstandort Sachsen-Anhalt in Gänze", fürchtet Magdeburgs OB. Viele Studenten würden sich dann nach Leipzig, Berlin oder Braunschweig orientieren. "Unser Ziel muss es aber sein, Studenten in unser Bundesland zu locken und ihnen auch nach dem Studium eine Perspektive zu bieten. Nur so kann der Hochschul- und Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt langfristig gestärkt werden." Derzeit kommt jeder zweite Student der Magdeburger Uni nicht aus Sachsen-Anhalt - was für die Attraktivität des Standortes spricht. "Diesen Vorteil sollte das Land nicht aufgeben!"
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