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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 08.01.2004


Karla Schefter: “Weil es um die Menschen geht”

Iserlohn. Was sie erreicht hat, macht ihr so schnell niemand nach. In einem kriegsverwüsteten islamischen Land, in dem es keine gesicherte Regierung, keine Verwaltung und keine gesicherte Versorgung gibt, baute sie innerhalb weniger Jahre ein Krankenhaus mit mehr als 60 Betten auf. Die Rede ist von Karla Schefter, ehemalige leitende OP-Schwester aus Dortmund und heute Leiterin des Krankenhauses in Chak, 65 km von der afghanischen Hauptstadt Kabul entfernt.

Karla Schefter - für ihre Arbeit wurde sie inzwischen mit zahlreichen bundesweiten Preisen geehrt - ist am Mittwoch, 21. Januar, 19.30 Uhr, zu Gast im Varnhagenhaus, Piepenstockstr. 21, in Iserlohn im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Lila Salon”. Mit einem Diavortrag berichtet sie über sich und ihre Arbeit in Afghanistan. Der Eintritt kostet vier Euro und schließt Getränke und einen kleinen Imbiss mit ein.

Das Chak-e-Wardak Hospital zählt heute zu den fünf besten in Afghanistan - das einzige in einer Provinz mit 400000 Einwohnern. Karla Schefter blickt damit auf 14 Jahre erfolgreiche Arbeit unter schwierigsten Bedingungen zurück. Diese bestanden unter anderem darin, dass sich das Land durch eine zutiefst frauenfeindliche Haltung unter der Taliban-Herrschaft auszeichnete. Doch die 61-Jährige setzte sich in der afghanischen Männergesellschaft durch. Obwohl die Taliban den Frauen das Recht auf eine Ausbildung verweigerten, bildete Karla Schefter Krankenschwestern und Hebammen aus. Außerdem errichtet sie eine Frauen- und Kinderstation. Von den monatlich etwa 3000 Patienten sind 70 Prozent Frauen und Kinder, für die sich besonders verantwortlich fühlt. Dabei geht es ihr um die Sorge für diejenigen, die zu den Ärmsten und Rechtlosesten in der Gesellschaft gehören. Auf die Frage, warum sie das alles macht, antwortete sie einmal: “Weil es mir um die Menschen geht.” Unter diesem Titel veröffentlichte Karla Schefter vor einigen Jahren ein Buch, in dem sie sehr persönlich zurückschaut auf ihre bisherige Arbeit.

Weitere Veranstaltungen des Lila Salons finden statt am 17. März und am 26. Mai. Im Mittelpunkt stehen dann die Themen “Ach so, sie malen wie ihr Mann malt - Drei Künstlerinnen und ihre berühmten Männer” und “Gewalt macht Sinn - für Lukas; Erziehung in Zeiten des Individualismus und der Wertevielfalt”

Veranstalterinnen sind die Gleichstellungsbeauftragten des Ev. Kirchenkreises Iserlohn und der Stadt Iserlohn. Ein Faltblatt mit ausführlichen Informationen zu den Veranstaltungen des Lila Salons liegt in den Einrichtungen der Stadt Iserlohn aus. Weitere Informationen erhalten sie unter der Telefonnummer 02371/217-1330.

Pressekontakt: Stadt Iserlohn, Frauengleichstellungsstelle, Mechtild Beike u. Anna Müller, Tel. 02371/217-1330 u. -1331

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Karla Schefter

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