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Alle ABC-Schützen im Landkreis Leer werden untersucht


Landrat Bramlage: Aufgabe mit hoher Priorität
12. Januar 2004

Leer -In diesem Jahr wird es im Landkreis Leer wieder Einschulungsuntersuchungen für alle angehenden Schüler geben. Bereits im Februar soll damit begonnen werden. „Um die Untersuchungen in allen Städten und Gemeinden sicherzustellen, werden wir das Ärzteteam des Gesundheitsamtes durch Kinderärzte aus dem Kreiskrankenhaus verstärken“, kündigt Landrat Bernhard Bramlage an.

Die für einen möglichst unbeschwerten Schulstart und für das öffentliche Gesundheitswesen wichtige ärztliche Untersuchung wieder für alle Kinder anzubieten, sei dem Landkreis Leer ein Anliegen mit hoher Priorität, sagt Bramlage. Denn so könnten Probleme viel besser schon frühzeitig erkannt werden und der öffentliche Gesundheitsdienst könne Versorgungslücken aufdecken und gezielt Maßnahmen einleiten.

In den letzten Jahren waren vorwiegend nur die Kinder untersucht worden, bei denen Auffälligkeiten bei der so genannten Vorsorgeuntersuchung „U 9“ festgestellt worden waren oder bei denen sich sonst Hinweise auf eine notwendige Untersuchung ergeben hatten. Diese Kinder wurden durch die Schulleitungen der Grundschulen für eine Untersuchung beim Gesundheitsamt angemeldet. Auf diese Weise habe man aber nicht allen angehenden ABC-Schützen gerecht werden können, sagt Jugendärztin Dr. Ruth Rathert vom Gesundheitsamt. Und das Gesundheitsamt bekomme keine aussagefähigen Gesundheitsdaten über einen gesamten Jahrgang.

Der Beginn der Schulzeit stelle jeden einzelnen ABC-Schützen vor ganz neue körperliche und seelische Aufgaben, so Dr. Rathert. Darum sei es besonders wichtig, Gesundheits- oder Entwicklungsprobleme frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig helfen zu können. Bei den nun wieder durch den Landkreis sichergestellten Einschulungsuntersuchungen eines vollständigen Jahrgangs werde in den nächsten Wochen die individuelle Beratung der Eltern und der Schule im Vordergrund stehen.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer

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