Stadt und Land wollen mehr Effizienz beim Stadtumbau - Abriss-Fördermittel für 2004 gesichert
Gemeinsame Erklärung von OB Trümper und Minister Daehre
Magdeburg.
Die Landeshauptstadt Magdeburg und das Land Sachsen-Anhalt haben vereinbart, in Sachen Stadtumbau enger zu kooperieren. Das ist das Ergebnis mehrerer Gespräche zwischen Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und dem Minister für Bau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Karl-Heinz Daehre. "Wir konnten einige Missverständnisse und Unstimmigkeiten ausräumen und wollen künftig konzentriert an der Umsetzung der Vorhaben arbeiten", erklärten Minister und Oberbürgermeister übereinstimmend.
"Der Stadtumbau ist die zentrale Herausforderung der ostdeutschen Kommunen in den nächsten zehn Jahren", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Um den Abriss von Wohnungen und die städtebauliche Aufwertung der Quartiere entsprechend unseren Planungen umzusetzen, sind wir darauf angewiesen, dass die Mittel aus dem Stadtumbauprogramm zügig in die zuständigen Bauämter vor Ort fließen, die für die Weitergabe an die Wohnungsunternehmen zuständig sind." Dabei war es in den zurückliegenden Jahren zu Verzögerungen gekommen, weil Bundesmittel erst verspätet zur Verfügung gestellt wurden. Um weiteren Zeitverzug zu vermeiden, hatte das Land daraufhin im vorigen Jahr seine Mittel bereits vor Abschluss der Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund freigegeben.
Minister Daehre bekräftigte seine Forderung nach einem höheren Tempo beim Abriss von dauerhaft leerstehenden Wohnungen. Um den Wohnungsleerstand spürbar zu verringern, müssten sich die Kommunen in der gegenwärtigen Phase des Stadtumbaus vor allem auf den zügigen und quartiersweisen Abriss konzentrieren. "Aufwertungsmaßnahmen machen in der Regel nur Sinn, wenn die städtebaulichen Grundstrukturen neu geordnet und an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst sind", sagte er. Vor diesem Hintergrund sei es notwendig, geplante Abrissvorhaben "möglichst schnell und nicht erst in den nächsten Jahren" umzusetzen, betonte der Minister. Die Bereitstellung der dafür in diesem Jahr benötigten Gelder sei gesichert.
"Für 2004 haben wir Fördermittel für den Rückbau von insgesamt 2.550 Wohnungen beantragt", erklärte dazu OB Trümper. Der Bauminister sicherte zu, dass die dafür benötigten Gelder nach Verabschiedung des Bundeshaushalts umgehend zur Verfügung gestellt würden. Zugleich wies Daehre darauf hin, dass die Wohnungsunternehmen der Stadt Magdeburg beim Abriss einen Nachholbedarf von mehr als 500 Wohnungen zu bewältigen haben, deren Abriss zwar bewilligt, aber noch nicht abgeschlossen sei.
Zum Thema Stadtumbau bietet die Landeshauptstadt allen interessierten Bürgern und Unternehmen übrigens am 26. Januar von 16.00 bis 18.00 Uhr einen Live-Chat unter www.magdeburg.de. Gesprächspartner sind der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Werner Kaleschky, der Leiter des Stadtplanungsamtes Dr. Eckhart Peters sowie Frank Rückriem von der WBG Stadtfeld und Karin Grasse von der WOBAU GmbH.
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