Leer -Dass eine Grippeinfektion auch bei jungen Menschen nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf, zeigte am Mittwoch der Todesfall einer Jugendlichen in Leer. Wie Dr. Klaus-Dieter Diedicke vom Gesundheitsamt des Landkreises Leer dazu erläutert, habe es sich um eine Influenza A-Infektion gehandelt. Dieser Grippetyp entspreche den durch das Landesgesundheitsamt in Hannover bei Untersuchungen in den letzten Wochen überwiegend festgestellten Viren. „Betroffen waren hauptsächlich Kinder und Jugendliche, seltener Erwachsene“, so Dr. Diedicke. Das Gesundheitsamt nahm den tragischen Fall zum Anlass, noch einmal die wichtigsten Informationen zur Grippe zusammenzufassen.
Eine echte Grippe beginne in der Regel ohne große Vorbeschwerden mit heftigen Erkältungssymptomen in Form von kräftigem quälenden Husten, Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen und Muskelschmerzen und gehe insgesamt mit einem schweren allgemeinen Krankheitsgefühl einher. Personen ohne Grippeschutz sollten, wenn sie sich angesteckt haben und entsprechende Symptome bei sich beobachten, frühzeitig den Hausarzt aufsuchen, ist die Empfehlung des Gesundheitsamtes.
Das Gesundheitsamt rät auch jetzt noch zu einer Grippeimpfung und empfiehlt, sich dazu vom Hausarzt beraten zu lassen. Eine Impfung gäbe zwar keine 100-prozentige Sicherheit, könne jedoch die Abwehr des Körpers gegen die Grippe aktivieren und bei einer möglichen Ansteckung den Krankheitsverlauf erheblich abschwächen
Für Grippeschutzimpfungen hatte im vergangenen Herbst im Leeraner Kreiskrankenhaus auch der Präsident des Landesgesundheitsamtes, Professor Dr. Adolf Windorfer, geworben. Er hatte darauf verwiesen, dass im Jahr zuvor in Deutschland 10.000 Menschen an Grippe gestorben seien. Die Influenza könne vor allem wegen der möglichen Begleiterkrankungen zu einer Gefahr für Menschen werden, hatte Windorfer erklärt. Zum Beispiel könne sich der Herzmuskel entzünden oder die Lunge.
Nach den bisherigen Beobachtungen seien die Erkrankungen der jüngeren Vergangenheit in der Regel ohne Komplikationen verlaufen, informiert Dr. Diedicke. Aus den dem Gesundheitsamt vorliegenden Angaben sei zu entnehmen, dass die von Süd nach Nord sich erstreckende Grippewelle sich bereits wieder leicht abgeschwäche, nachdem sie ihren bisherigen Gipfel in der ersten Januarwoche erreicht hatte.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
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