Johanniskirche Magdeburg: Ab Dienstag mit zwei Turmspitzen!
Am kommenden Dienstag (27. Januar) wird die neue Spitze auf den Südturm der Johanniskirche schweben. Punkt 11.00 Uhr füllen Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Vorsitzende des Kuratoriums zum Wiederaufbau der Johanniskirche, Magdeburgs Baubeigeordneter Werner Kaleschky, mit Baubeschreibungen, Zeichnungen, einem Abriss zur Geschichte der Johanniskirche und einer Tageszeitung eine Kartusche, die in die Kugel der Turmspitze eingelassen wird. Im Anschluss soll dem Turm die Spitze aufgesetzt werden. Die Magdeburgerinnen und Magdeburger sind herzlich eingeladen, dabeizusein, wenn die alte Kaufmannskirche St. Johannis wieder ein Stück ihres jahrhunderte-alten Aussehens zurück gewinnt.
"Ich hoffe, das Januarwetter bleibt uns hold, denn bei Sturm oder Eisregen wäre es zu gefährlich, die neue Spitze einzuschweben", nennt der Vorsitzende des Kuratoriums zum Wiederaufbau der Johanniskirche, Werner Kaleschky den einzigen Grund, der das Vorhaben noch gefährden könnte. "Mit dem Wiederaufbau liegen wir ansonsten gut in der Zeit."
Das Aufsetzen der Südturmspitze geschieht in drei Etappen: Zunächst wird ab etwa 8.30 Uhr der künftige Ausgang zur Plattform aufgesetzt und mit dem Südturm fest verschraubt. Anschließend wird die Haube auf den Turm gesetzt und an die Konstruktion des Ausgangs befestigt. Höhepunkt ist gegen 11:00 Uhr das Füllen der Kartusche und das anschließende Aufsetzen der Spitze mit Kugel und Wetterfahne.
Rund 200.000 Euro kostet die neue kupferne Haube. Sie wird vollständig aus Spendengeldern für den Wiederaufbau der Johanniskirche finanziert. Darüber hinaus sind über 100.000 Euro für die Sanierung des Turmschaftes erforderlich, die aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden. "Die Sanierung des Turmschaftes und der Plattform war Voraussetzung, um dem Turm eine neue Spitze zu geben", begründet Werner Kaleschky die Zweiteilung des Vorhabens. "Die Sanierung des Turmschaftes ist soweit vorangeschritten, dass wir ihm nunmehr die Krone - also die neue Haube - aufsetzen können."
Ziel aller am Bau beteiligten Unternehmen ist es, die Wiedererrichtung des kompletten Turmes bis Mitte 2004 abzuschließen und damit einen sichtbaren Beitrag zur 1200-Jahr-Feier der Landeshauptstadt zu leisten. "Ohne die finanzielle Unterstützung vieler Magdeburgerinnen und Magdeburger wäre das nicht möglich gewesen", dankt der Kuratoriumsvorsitzende allen, die mit ihrer Spende den Wiederaufbau des Südturmes unterstützt haben. Aus dem Spendentopf will das Kuratorium außerdem eine neue Turmuhr finanzieren. Weitere Spenden sind deshalb herzlich willkommen. "Nach der Beendigung der gesamten Bauarbeiten am Südturm Mitte des Jahres gibt es eine Einweihungsfeier, um allen Spendern und Unterstützern zu danken", blickt Werner Kaleschky voraus.
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