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„Frauenzimmer“ und „ungeschliffene Tölpel“

Museumsvortrag über Liebe, Ehe und Geschlechterrollen

Borken - 09. Februar 2004. „Der Name Frauen-Zimmer erinnert ... an den wichtigsten Beruf des weiblichen Geschlechts und zeigt, daß es daheim vorzüglich seinen Wirkungskreis und sein Element finden und hier in dieser glücklichen Stille durch Ordnung, Reinlichkeit, Freundlichkeit und Herzensgüte Freude stiften und dem Manne das Leben versüßen soll.“ Erscheint uns dieses Zitat aus dem Westphälischen Anzeiger des Jahres 1800 heute aus vielen guten Gründen als hoffnungslos antiquiert, so markiert es im Umbruch von der ständischen Gesellschaft zur Moderne doch eine beträchtliche Veränderung. Bis dahin hatte die Ehe vorrangig als sozial- ökonomisch bestimmte Partnerschaft gegolten, die der Sicherung des gemeinsamen Lebensunterhaltes aller Familienmitglieder und Hausangehörigen diente.

„Ihr Umgang bildet den ungeschliffenen Tölpel zum Weltmanne ...“ – so ist der Museumsvortrag der Historikerin Dr. Gisela Weiß überschrieben, in dem sie am Mittwoch abend in der Reihe „Geschichte ist mehr ...“ ein zeitloses, aber durchaus wandlungsfähiges Thema beleuchtet. Denn erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als der Übergang zur Moderne auch in Westfalen erste Wirkungen zeigte, begann man die Ehe stärker als eine auf Gefühl und Zuneigung beruhende Lebensgemeinschaft zu verstehen. Die Rolle der Frau wurde damit zwar aufgewertet, aber gleichermaßen stärker den Bedürfnissen des Mannes untergeordnet. Die Referentin des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte stellt diese Wandlung von Liebe, Ehe, Partnerwahl und Geschlechterrollen an einzelnen Beispielen vor, deren Aktualität immer wieder verblüfft.

Stadtmuseum, Volkshochschule und Heimatverein Borken laden herzlich ein (Beginn: 19.30 Uhr, Teilnahmebeitrag: 3,00 €).

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de


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Im Piepershagen 17
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Leiter Büro des Bürgermeisters
Telefon: 02861/939-103
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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