Konzept zur Seniorenarbeit in Magdeburg hat sich bewährt
Städtisches Modellprojekt erfolgreich beendet
Das vor sechs Jahren im Rahmen eines Modellprojekts eingeführte Konzept zur Seniorenarbeit in der Landeshauptstadt Magdeburg hat sich bewährt. Dies geht aus dem jetzt vorgelegten Abschlussbericht des Sozial- und Wohnungsamtes hervor, das bei dem Projekt von der Hochschule Magdeburg-Stendal wissenschaftlich begleitet wurde. Das Konzept des Projekts mit dem Namen "Abgestuftes System der Alten- und Service-Zentren und Offenen Treffs" wurde 1998 in Zusammenarbeit mit mehreren Wohlfahrtsverbänden und der Seniorenvertretung eingeführt.
"Die Seniorenarbeit in der Landeshauptstadt wird auch künftig nach diesem bewährten Konzept umgesetzt, wobei die Ergebnisse und Empfehlungen aus dem Abschlussbericht berücksichtigt werden", so Magdeburgs Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker. "Ziel des Konzeptes ist es, den Magdeburger Senioren Angebote für ihre individuellen Lebenssituationen zu unterbreiten. Dabei wird auch der wachsende Anteil älterer Mitbürger an der Magdeburger Gesamtbevölkerung berücksichtigt."
Das Kernstück des städtischen Konzeptes zur Seniorenarbeit bilden die fünf Alten- und Service-Zentren. Das dort beschäftigte sozialpädagogische Fachpersonal bietet nicht nur qualifizierte Fachberatungen an, sondern verfolgt auch die sozio-strukturellen Entwicklungen in den fünf Sozialregionen der Stadt und versteht sich als Lobby für die ältere Bevölkerung.
"Wenn ältere Magdeburger Informationen über altengerechtes Wohnen benötigen, können sie diese in einem Alten- und Service-Zentrum genauso abrufen wie Informationen über Computerkurse oder ehrenamtliche Tätigkeiten", betont die Sozialbeigeordnete. "Ziel ist es, ausreichend über Hilfsangebote zu informieren und die Kompetenzen älterer Menschen für die Gesellschaft zu erschließen."
Sowohl in den fünf Alten- und Service-Zentren als auch in den zehn Offenen Treffs sowie im Nachbarschafts- und Service-Zentrum im Schrotebogen und dem Bürgerhaus in Olvenstedt können Senioren außerdem am Mittagstisch, an geselligen Veranstaltungen oder thematischen Arbeitskreisen teilnehmen. Wer sich bürgerschaftlich engagieren oder ein eigenes Veranstaltungsangebot unterbreiten möchte, findet hier ebenfalls kompetente Ansprechpartner.
Die Gesamtkosten für den Betrieb dieser Einrichtungen betragen jährlich rund 1,5 Millionen Euro, von denen die Stadt 42 Prozent und die Betreiber sowie Dritte 58 Prozent tragen. "Für eine Kommune ist das finanzielle und ideelle Engagement in dem Bereich eine zentrale Zukunftsausgabe", so Beate Bröcker. "Wenn es aber versäumt wird, die Infrastruktur der Stadt rechtzeitig auf die zu erwartenden Veränderungen einzustellen, ist das später nur schwer zu korrigieren."
Derzeit entwickeln die Stadtverwaltung und die Betreiber der Alten und Service-Zentren sowie der offenen Treffs ein Verfahren zur Qualitätssicherung. Damit soll sichergestellt werden, dass die Arbeit der Einrichtungen nicht an den Bedürfnissen und Wünschen der älteren Mitbürger vorbeigeht. "Mit diesem Projekt zählt Magdeburg im Bereich der Seniorenarbeit bundesweit zu den Vorreitern", hebt die Sozialbeigeordnete hervor. "Da sich soziale Arbeit zunehmend an ihrer Wirkung messen lassen muss, ist es heute wichtiger denn je, öffentliche Mittel effizient einzusetzen."
Die Abteilung Altenhilfe des Sozial- und Wohnungsamtes stellt Interessierten den Abschlussbericht für das Modellprojekt zur Seniorenarbeit in Magdeburg auf Wunsch in elektronischer Form (per E-Mail) zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Frau Rohden, E-Mail: rohden@soz.magdeburg.de, Tel.: 0391/5 40 34 31.
Übersicht über die Alten- und Service-Zentren sowie Offenen Treffs in Magdeburg
(geordnet nach Sozialregionen)
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Stadtteil/Region |
Standort |
Funktion |
Träger |
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I /Kannenstieg |
Joh.-R.-Becher-Straße 57 |
Alten- und Service-Zentrum |
DPWV |
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Neue Neustadt |
Dequeder Straße 31 a |
Offener Treff |
Johanniter-Unfall-Hilfe |
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Neue Neustadt |
Am Vorhorn 2 |
Offener Treff |
SSB "Graue Panther" |
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Neustädter See |
Schrotebogen |
Nachbarschaftszentrum |
Volkssolidarität |
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Rothensee |
Forsthaustraße 26 |
Offener Treff |
D R K |
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II /Cracau |
Zetkinstraße 17 |
Alten- und Service- Zentrum |
AWO |
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Altstadt |
Max-Otten-Straße 10 |
Offener Treff |
AWO |
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III /Neu Olvenstedt |
St.-Josef-Straße 50 a |
Alten- und Service- Zentrum |
Volkssolidarität |
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Nordwest |
Hugo-Junkers-Allee 54 a |
Offener Treff |
Volkssolidarität |
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Alt Olvenstedt |
Helmstedter Chaussee 25 |
Bürgerhaus |
DRK |
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IV /Sudenburg |
Halberstädter Straße 115 |
Alten- und Service- Zentrum |
Volkssolidarität |
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Lemsdorf |
Neinstedter Straße 31 |
Offener Treff |
SSB "Graue Panther" |
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Stadtfeld-West |
Flechtinger Straße 22 a |
Offener Treff |
AWO |
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Stadtfeld Ost |
Freiherr-v.-Stein-Straße 25 |
Offener Treff |
AWO |
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V / Leipziger Straße |
Leipziger Straße 43 |
Alten- und Service- Zentrum |
Malteser Hilfsdienst |
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Reform |
Neptunweg 1 a |
Offener Treff |
Volkssolidarität |
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Buckau |
Coquistraße 17 |
Offener Treff |
Volkssolidarität |
Zahlen und Fakten zu den Alten- und Service-Zentren sowie Offenen Treffs
Im vergangenen Jahr wurden in den fünf Alten- und Service-Zentren der Landeshauptstadt 77.459 Besucher gezählt. Fast 60 Prozent der Gäste interessierten sich für die Seniorenprogramme, mehr als 17 Prozent nutzten den offenen Begegnungsbereich (z. B. Cafeteria). Knapp 15 Prozent der Senioren, die 2003 ein Alten- und Service-Zentrum aufsuchten, nahmen am Mittagstisch teil, weitere drei Prozent nutzten die Beratungs- und Informationsangebote.
Die zehn Offenen Treffs, das Nachbarschafts- und Service-Zentrum im Schrotebogen sowie das Bürgerhaus in Olvenstedt registrierten 2003 insgesamt 127.832 Besucher. Mit fast 21 Prozent interessierten sich die meisten Senioren für die Kommunikationsangebote der Offenen Treffs. Über 22.000 Mal wurde den Senioren ein warmes Mittagessen serviert. Weitere Schwerpunkte waren Spiel und Unterhaltung, Bildung und Information sowie Sport- und Tanzveranstaltungen.
Bei Rückfragen: Sonja Rohden, Abteilungsleiterin im Sozial- und Wohnungsamt, Tel.: 03 91/5 40 34 31
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