Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters
Magdeburg.
Jahresabschlüsse der Hafen GmbH
Die geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse 1999, 2000, 2001 und 2002 der Magdeburger Hafen GmbH liegen vor. Die Verwaltung schlägt vor, die Gesellschaftervertreter anzuweisen, die Jahresabschlüsse festzustellen und den Geschäftsführern Entlastung zu erteilen. Entscheiden muss darüber der Stadtrat, der die Jahresabschlüsse voraussichtlich im April berät.
KJFE Alte Neustadt wird in
Jugendhilfeplanung aufgenommen
Im Rahmen des URBAN-Projektes soll in der Rogätzer Straße eine neue Freizeiteinrichtung für Kinder- und Jugendliche entstehen. Die Verwaltung schlägt vor, diese neue KJFE als Standort für die Alte Neustadt in die Jugendhilfeplanung aufzunehmen, um dem Investor Sicherheit zu geben. Baubeginn ist voraussichtlich Mitte 2004.
Die Stadt will die Einrichtung nach Fertigstellung mit bis zu 112.300 Euro pro Jahr fördern, von diesen Mitteln sollen zwei Personalstellen und die Betriebskosten finanziert werden. Die KJFE "Sasse" in der Peter-Paul-Straße soll ab 2005 den Jugendlichen in Selbstverwaltung übergeben werden, sofern deren Selbstverwaltungskompetenz bis dahin ausreichend entwickelt ist. Die Verwaltung wird für diese KJFE künftig nur noch einen Betriebskostenzuschuss bis max. 3.000 Euro pro Jahr zur Verfügung stellen.
In die Planungen des neuen Jugendklubs in der Rogätzer Straße werden die künftigen Nutzer einbezogen. Dazu wurde eine Plnungsgruppe gebildet, der u.a. die Kinderbeauftragte, Mitarbeiter des Jugendamtes und des Entwicklungsträgers, Kinder und Jugendliche sowie Kindersonne e.V. gehören. Bisher fanden drei Workshops statt, in denen die Kinder und Jugendlichen Ideen sammelten, Entwürfe fertigten und gemeinsam mit einem Planungsbüro den endgültigen Entwurf für die neue Einrichtung gestalteten.
Über die Aufnahme der neuen KJFE in die städtische Jugendhilfeplanung muss der Stadtrat abschließend entscheiden.
Neuer Träger der freien Jugendhilfe
Der Jugendhilfeausschuss soll den Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. als freien Träger der Jugendhilfe anerkennen.
Der Verein bietet nach Einschätzung des Jugendamtes gut strukturierte und reflektierte Leistungen in den Bereichen Jugendberufshilfe und Jugendsozialarbeit in der Stadt Magdeburg an. Die Angebote sind konzeptionell und zielgruppenorientiert an junge Menschen, die Probleme beim Übergang von der Schule in die Ausbildung bzw. in die Arbeitswelt haben, sowie an junge Familien in der Stadt gerichtet und entsprechen dem Bedarf. Besonders verdient macht sich der Träger durch seine Bemühungen und innovativen Ansätze zur Förderung von jungen Frauen und allein erziehenden Müttern und Vätern. Der Träger pflegt enge Kooperationsbeziehungen zur Wirtschaft und hat mit dem Projekt "QI - Qualifizierungs- und Integrationsnetzwerk für benachteiligte junge Menschen" modellhaft einen Verbund initiiert. Durch die Realisierung von Kompetenzanalysen für junge Menschen leistet der Träger einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung der Hilfe- und Förderpläne. Dadurch werden die Zielsetzungen zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen bei Jugendlichen und damit zur Förderung der Integration auf dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt unterstützt. Weitere Projekte werden im Bereich der Familienbildung und zur Gewaltprävention umgesetzt. Das aktuellste Projekt "GAJL - Gegen Abwanderung junger Landeskinder" hat die Integration arbeitsloser Jugendlicher in den Arbeitsmarkt der Region zum Ziel. Bei dem Träger sind insgesamt 22 pädagogische Kräfte (davon 8 Sozialpädagogen/-innen, eine Psychologin und 13 Ausbilder/- innen und Lehrer/- innen) beschäftigt.
Im Bereich der ausbildungsbegleitenden Hilfen werden monatlich ca. 80 Stunden sozial-pädagogische Betreuungs- und Begleitungsaufgaben realisiert. Pro Jahr stehen ca. 144 Teilnehmerplätze zur Verfügung, wobei ein großer Teil dieser Plätze 2-3 mal pro Jahr besetzt wird. Somit werden pro Jahr ca. 300 Jugendliche allein in diesem Bereich betreut.
Durch das Projekt "QI - Qualifizierungs- und Integrationsnetzwerk für benachteiligte junge Menschen" wurden im Rahmen der aufsuchenden Sozialarbeit 521 Jugendliche angesprochen. Davon wurden 150 Teilnehmer/-innen in das Projekt aufgenommen. Sie erhalten eine sozialpädagogische Begleitung und Betreuung sowie eine gezielte berufliche Förderung. Weiterhin werden 18 junge Mütter im Alter bis 25 Jahre im Rahmen des "Mütter- Projektes" betreut. In Ausbildungsmaßnahmen (Sonderprogramme) werden pro Jahrgang ca. 70 Teilnehmer/-innen neu aufgenommen und in 2 bis 3 Jahren zum Berufsabschluss geführt. Beratung und Bildung von sozial benachteiligten jungen Menschen und Familien erfolgt in entsprechenden Projekten zur Familienbildung und Gewaltprävention. Dabei werden pro Jahr ca. 150 bis 170 Teilnehmer/-innen erreicht.
Änderung B-Plan "Ziegelei-Privatweg"
Der Bebauungsplan Nr. 256-3 "Ziegelei-Privatweg" soll in zwei separate Bebauungspläne geteilt werden, um für das Gebiet an der Kleinen Steinwiese in Ostelbien eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu sichern. Durch die Teilung des B-Plans kann der für die Erschließung des Gebietes notwendige Straßenbau forciert werden (Teil A). Im Teil B des B-Planes werden künftig Siedlungsbereiche und Gartenland abgegrenzt. Über die Änderung des B-Plans entscheidet der Stadtrat nach Beratung in den Ausschüssen.
B-Plan "Leuschnerstraße"
Für das Areal einer ehemaligen Kleingartenanlage in unmittlbarer Nähe zum Pechauer Platz soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, um Baurecht für Einfamilienhäuser zu schaffen. Im ostelbischen Raum besteht nach wie vor ein Bedarf an städtischen Grundstücken für den individuellen Wohnungsbau. Über die Aufstellung des B-Plans entscheidet der Stadtrat nach Beratung in den zuständigen Ausschüssen.
Für Rückfragen: Tel.: 540 27 69
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