Bocholt, 12. März 2004
Unterstützung des Mittelstandes
Wirtschaftsförderung informiert
Bocholt (pd).
Im Rahmen der Umstellung der Unternehmensförderung hat das Land eine Palette von Förderinstrumenten entwickelt. Darauf weist jetzt die städtische Wirtschaftsförderung hin.
Da viele - und hier vor allem kleine und mittelständische - Unternehmen eine zu geringe Eigenkapitalquote aufweisen, die Bundesbank spricht von 7,5 Prozent, besteht die Gefahr, dass nötige Investitionen gerade dieser Unternehmen nicht getätigt werden können. Als Konsequenz daraus stellt das Land seine Unternehmensförderung um. "Das Land stellt jetzt nicht mehr klassische Zuschüsse zur Verfügung", erläutert Wirtschaftsförderer Klaus Kaiser, "sondern übernimmt jetzt vermehrt Haftungsrisiken". Gemeinsam mit den Geldinstituten gibt es eine Reihe von Förderinstrumenten. So können Existenzgründer und junge Unternehmen 60 - 75 Prozent ihrer Investitionskredite über das Land absichern. Weiter können Unternehmen Nachrangdarlehen bis zu zwei Millionen Euro erhalten (das ohne Sicherheit, das Ausfallrisiko trägt das Land). Klassische Bürgschaften tragen 80 % des Ausfallrisikos. Zudem gibt das Land Garantien für Beteiligungskapital von institutionellen Investoren wie Banken oder Versicherungen sowie Mittel von Kapitalbeteiligungsgesellschaften.
"Interessierte Unternehmer können sich an ihre Hausbank wenden", erläutert Klaus Kaiser, "die Berater dort sind entsprechend informiert". Im Internet unter http://www.move.nrw.de/ gibt es entsprechende Informationen.
Die städtische Wirtschaftsförderung steht ebenfalls für Fragen zur Verfügung. Interessierte können sich an Klaus Kaiser (Tel.: 02871/953323, E-Mail: kkaiser@mail.bocholt.de) oder Wendelin Knuf (Tel.: 02871/953398, E-Mail: wendelin.knuf@mail.bocholt.de) wenden.