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Was an der Wasserstiege machbar ist
Borken - 12. März 2004. (pet). Bis die 14 Hektar Freifläche eines Tages mal bebaut sind, wird wohl noch ein wenig mehr Wasser die Wasserstiege hinunterrinnen. Doch das Bild, wie sich das potenzielle Baugebiet in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt entwickeln wird, hat am Mittwoch wiederum ein paar neue Konturen bekommen. Vertreter des Aachener Planungsbüros hks stellten in der Sitzung des Bauausschusses eine Machbarkeitsstudie vor, welche sie im Auftrag der Stadt angefertigt hatten.
l Lärmschutz: Ein Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen ist der Lärmschutz. Dieser muss fertig sein, ehe es an den Häuserbau geht. Der dafür erforderliche Wall soll auf der zur Stadt gelegenen Seite der Bahngleise platziert werden, schlagen die Planer vor. Alternative wäre, den Lärmschutz jenseits der Bahn zu installieren, womöglich auf Kosten der dortigen Gewerbebetriebe. "Furchtbar schwierig", nannte Baudezernent Norbert Höving diese Variante. Zumal seitens der Foseco noch nicht abzusehen sei, wie und wo das Betriebsgelände in den nächsten Jahren weiter bebaut wird. Den Wall stellen sich die Planer neun Meter hoch vor, plus einer auf der Krone befindlichen Wand von drei Metern Höhe. Maße, die zwar wuchtig klingen, aber, so Stadtplaner Hubert Effkemann, durch Bepflanzung und Landschaftsgestaltung sehr gut kaschiert werden können.
l Von-Basse-Straße: In der "Vorzugsvariante" der Aachener Architekten erscheint die bislang nur als Rumpf vorhandene von-Basse-Straße als geschwungene Linie - mit einem Durchstich unter den Bahngleisen und durchgebaut bis zur Hansestraße. Ein Aspekt, der im Bürgerworkshop so bislang nicht artikuliert worden war. Die hks-Planer wollen den Durchstich nur als langfristiges Endergebnis verstanden wissen. "Die Sinnhaftigkeit ist gegeben", verwies Höving auf den damit erzielten Lückenschluss. In einem ersten Schritt diene die von-Basse-Straße der Erschließung des künftigen Baugebietes. Möglich laut Machbarkeitsstudie sind Reihenhäuser, dazu Einfamilienhäuser bis hin zu einigen "Stadtvillen und zur Bahn hin so genanntes "nicht störendes Gewerbe", zum Beispiel Büros oder Dienstleister. Insgesamt wird mit 330 bis 380 Wohneinheiten gerechnet.
l Wasserstiege: Bliebe noch der Bereich, der dem ganzen Gebiet den Namen gibt: die Wasserstiege. Das bislang dürftig rinnende Bächlein soll deutlich aufgewertet werden. Die Planer stellen sich einen etwa 15 Meter breiten Grünkorridor vor, durch den sich der künftig plätschernde Wasserlauf schlängeln kann. Durch Oberflächenentwässerung auf den angrenzenden neuen Grundstücken könnte der Zufluss deutlich erhöht werden.
In die weiteren Planungen sollen die Teilnehmer des Bürger-Workshops weiter eingebunden sein. Für den 30. März ist die nächste Gesprächsrunde vorgesehen. Bereits bei der Erstellung eines Rahmenplans hatten die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen eingebracht.
Borkener Zeitung - 12. 03. 2004
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