Eisenbahnfreunde stellen bald historische Waggons aus
Baubeigeordneter übergibt Bescheid zum Planverzicht
Magdeburg.
In den vergangenen Jahren ist im Norden des Magdeburger Handelshafens ein historischer Bereich mit technischen Hafenausrüstungen (Krananlagen) entstanden. Auf einem gesondert abgegrenzten Areal soll dort nun auch eine gleistechnische Anlage entstehen, auf der die Magdeburger Eisenbahnfreunde e. V. ihre zum Teil restaurierten historischen Eisenbahnwaggons und ihre technische Spezialgeräte abstellen. Am Freitag übergibt der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Landeshauptstadt Magdeburg den Eisenbahnfreunden den Bescheid zum Planverzicht.
Ein Planverzicht war notwendig, weil Eisenbahnanlagen nicht der Planungshoheit einer Kommune unteliegen. Das heißt, es muss normalerweise ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, wenn Kommunen an Eisenbahnanlagen bauen wollen. Dafür ist das Landesverwaltungamt zuständig. Bei kleineren Projekten kann auf ein formales Verfahren verzichtet werden, so dass das Landesverwaltungsamt ein Planungsverzicht aussprechen kann. Von dieser Möglichkeit hat die Stadt in diesem Falle Gebrauch gemacht. Dennoch muss das Vorhaben mit Beteiligten und Betroffenen abgestimmt werden. Mit dem Bescheid des Landesverwaltungsamtes kann die vorn der Stadt vorgelegte Planung für Umgestaltung des Areals im ehemaligen Handelshafen zu einer Fläche für historische Eisenbahnfahrzeuge beginnen.
Am 7. Mai 2004 wird der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Werner Kaleschky als Vertreter der Landeshauptstadt Magdeburg den Bescheid zum Planverzicht an die Magdeburger Eisenbahnfreunde e. V. vor Ort im Handelshafen an der Mechanischen Werkstatt übergeben.
Auf dem Gelände wollen die Magdeburger Eisenbahnfreunde historische Waggons aufarbeiten und ausstellen, die bei besonderen Veranstaltungen auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich sein sollen. Nach dem Konzept der Eisenbahnfreunde wird es einen abgeschlossenen Bereich mit Werkstatt geben, aber vor allem Ausstellungsflächen, auf denen neben den Lokomotiven und Waggons historische Ladetechnik besichtigt werden kann.
Es ist vorgesehen, die auf dem Gelände vorhandenen Gleisanlagen zu sanieren und durch neue Trassen zu ergänzen. Damit kann ein Anschluss an das vorhandene Schienennetz hergestellt werden, um auch Züge zu besonderen Anlässen, wie z. B. zum Eisenbahnerfest, vorführen und durch Exponate aus anderen Standorten ergänzen zu können.
Die KGE, Entwicklungsträger der Landeshauptstadt Magdeburg sowie die Landeshauptstadt Magdeburg unterstützen den Verein bei der Umsetzung seiner Vorhaben, um schnellstmöglich mit dieser historischen Einrichtung einen Anziehungspunkt im Entwicklungsbereich zu schaffen.
Ansprechpartner: Landeshauptstadt Magdeburg, Amt für Baurecht,
An der Steinkuhle 6, 39128 Magdeburg
Tel.-Nr. 0391-540 5248
KGE Kommunalgrund GmbH
Julius-Bremer-Str. 8, 39104 Magdeburg
Tel.-Nr. 0391-53290-0
Magdeburger Eisenbahnfreunde e. V.
Lilienstr. 23, 39326 Hohenwarsleben
|