Kampagne "Förderung der Elternmitarbeit"

11.05.2004 | Herten

Schaffung von verbindlichen Erziehungsgrundsätzen

Um auf den von Pädagogen aus Schule, Kindergarten und Jugendhilfe beschriebenen Erziehungsnotstand zu reagieren und die Mitarbeit der Eltern zu fördern, hat die Stadt Herten ein lokales Bündnis für Erziehung initiiert. Im Rahmen dieses Bündnisses entwickelte der Fachbereich Schule und Jugend die Kampagne "Förderung der Eltern'mit'arbeit". Die Kampagne ist eingebettet in das Zukunftsprogramm der Stadt Herten. Die Zielsetzung ist es, mit allen Beteiligten in der Stadt verbindliche Erziehungsgrundsätze zu schaffen.

Konkret werden die pädagogischen Fähigkeiten der Erziehenden begleitet und gefördert, es werden Impulse für die Gestaltung des familiären Alltags gegeben und Eltern werden in ihren Sozialisationsaufgaben unterstützt. Einzelmaßnahmen und Projekte füllen diesen Bereich mit pädagogischen Inhalten, die Angebote für Eltern und Familien sind vielfältig.

Auftakt war im Jahr 2003 das erste Hertener Elternforum. Diese Veranstaltung bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, sich über aktuelle Erziehungsthemen zu informieren und diese gemeinsam zu diskutieren. 2004 wird wie von Eltern gewünscht "Gewalt unter Kinder und Jugendlichen" während des zweiten Hertener Elternforums Thema sein.

Die Erfahrung und die hohe Teilnehmerzahl zeigte das große Bedürfnis der Eltern, sich über Erziehungsfragen zu informieren und zu diskutieren. Es entstand die Idee, eine Diskussionsrunde zu gründen - den Elterntreffpunkt. Die Veranstaltung soll schnelle Hilfe in Erziehungsfragen anbieten. Die Elterntreffpunkte werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt, die Veranstalter orientieren sich an den von Eltern formulierten Themen. Am 10. Mai findet das erste Treffen zum Thema "Trotz- und Wutanfälle im Kindesalter" statt.

Ein weiterer Baustein ist FuN. Spielerisch orientiert sich das Projekt FuN - Familie und Nachbarschaft - am Alltag von Familien. FuN ist ein achtwöchiges, präventiv wirkendes Familienbildungsprogramm. Es stärkt Familien und ihrem Zusammenhalt, fördert die Eltern- und Erziehungskompetenz und aktiviert die vorhandenen Ressourcen zur Erziehung.

Speziell für junge Menschen wird das Projekt "Elternschaft lernen" angeboten. In Kooperation mit Hertener Schulen wird das Thema Lebensplanung bearbeitet. Ziele sind die frühzeitige Auseinandersetzung mit den Themen Lebensplanung, Partnerschaft und Familie und die Vorbereitung auf eine mögliche Elternschaft. Verbunden werden diese Ziele mit der Schaffung eines realistischen Eindruckes über die Kompetenzen, die für eine Elternschaft notwendig sind, sowie der Förderung einer realistischen Sichtweise auf familiäres Zusammenleben.

Auch die Eltern sind sehr aktiv und gründeten eine Stadtschulpflegschaft, um die Kooperation und Austauschmöglichkeiten untereinander zu verbessern.

Weitere Informationen zur Hertener Kampagne und zum Hertener Bündnis für Erziehung erhalten Sie von der Stadt Herten, Fachbereich Schule und Jugend; Elke Münich, Fachbereichsleitung Schule und Jugend, Telefon 02366-303496 / E-Mail: e.muenich@herten.de Kathrin Siepmann, Kinder- und Jugendbüro, Telefon 02366-936233 / E-Mail: k.siepmann@herten.de

Pressekontakt: Kathrin Siepmann, Kinder- und Jugendbüro, Telefon 02366-936233