"Das unerschrockene Wort" - Preis der Lutherstädte wird 2005 in der Saalestadt Halle vergeben
Magdeburger sind aufgerufen, Preisträger vorzuschlagen
Magdeburg.
In der Stadt Halle wird am 9. April 2005 der von den Lutherstädten in Deutschland gestiftete Preis "Das unerschrockene Wort" verliehen. Mit der Auszeichnung wird an den Reformator Martin Luther erinnert, der seine Überzeugung mutig und standhaft gegenüber den Autoritäten seiner Zeit verteidigt hat. Für die Auswahl des Preisträgers 2005 können auch die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Magdeburg wie gewohnt ab sofort Vorschläge unterbreiten.
Stifter des mit 10.000 EUR dotierten Preises sind die 14 Lutherstädten Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz.
Bisherige Preisträger:
- der Philosoph und Theologe Prof. Dr. Richard Schröder
- der Theologe Prof. Dr. Hans Küng
- die Polizeipräsidentin von Eberswalde Ute Leichsenring
- Frau Mag. theol. Gertraud Knoll aus Österreich.
Vorschlagsberechtigt sind neben den kooptierten Mitgliedern der Jury auch die Stifterstädte. Gemäß Preisstatut möchte die Landeshauptstadt Magdeburg ihren Vorschlag auf eine breite Basis in der Bevölkerung stellen.
"Deshalb rufe ich alle Magdeburgerinnen und Magdeburger auf, mögliche Preisträger vorzuschlagen," so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.
Die Vorschläge mit den entsprechenden Begründungen werden bis zum 15. Juli 2004 an folgende Adresse erbeten:
Landeshauptstadt Magdeburg
Der Oberbürgermeister
Dr. Lutz Trümper
Kennwort: "Das unerschrockene Wort"
39090 Magdeburg
Hintergrundinformationen zum Preis "Das unerschrockene Wort"
Die Grundsätze zur Verleihung des Preises regelt ein Preisstatut.
Darin heißt es:
Der Preis soll verliehen werden an Frauen und Männer, die in einer besonderen Situation oder bei einem konkreten Anlass, aber auch beispielhaft über einen größeren Zeitraum hinweg, in Wort und Tat für die Gesellschaft, die Gemeinde, den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben. Dabei soll es weniger um eine Zustandsbeschreibung gehen als um wegweisende, zukunftsgerichtete Überlegungen.
Bei der Vergabe des Preises sollen parteipolitische und konfessionelle Gesichtspunkte keine Rolle spielen. Auch allgemeine Unzufriedenheit, querulatorische oder eigennützige Motive oder Demagogie erfüllen nicht das Kriterium des "unerschrockenen Wortes".
Die Preisträger können aus der Bundesrepublik Deutschland, aber auch aus dem Ausland kommen. Ihr unerschrockenes Wort sollte sich auf die gesellschaftliche Situation in der Bundesrepublik beziehen.
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