Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 26. Mai 2004

Haupt- und Finanzausschuss stimmt Bildung von ISG zu

Bocholt (pd).

Um die nördliche Innenstadt Bocholts attraktiver zu gestalten und Leerständen den Kampf anzusagen, stimmte der Bocholter Haupt- und Finanzausschuss geschlossen für die Bildung einer sog. „Immobilien- und Standortgemeinschaft Nordstraße“ (ISG).

Jetzt muss noch der Rat absegnen. Dieser formelle Schritt ist notwendig für die Bewilligung bereits in Aussicht gestellter Fördermittel des Landes.

Immobilien- und Standort-Gemeinschaften sind ein Instrument der Wirtschaftsförderung und des Städtebaus gegen die Verödung von Innenstädten. In den USA wurden mit der Bildung sog. BID´s ("Business Improvement Districts") bereits positive Erfahrungen gesammelt. Das Land NRW legt nun ein Förderprogramm mit Pilotprojekten in neun Städten auf, zu denen u.a. Bocholt zählt.

Im Ausschuss für Planung und Bau wurde das Projekt Anfang Mai bereits vom betreuenden Fachbüro vorgestellt. Stadtbaurat Ulrich Passlick hofft, einen "Grundstein für eine große Offensive" legen zu können.

Die Idee: Einzelhändler und Gewerbetreibende, Immobilienbesitzer, Stadtmarketing und Stadt entwickeln unter Einschaltung eines Beratungsbüros ein Gesamtkonzept, um die Situation im nördlichen Teil der City nachhaltig zu verbessern. Betroffen ist konkret der Bereich Nordstraße, vom Markt bis hoch zum geplanten Justizzentrum (Benölkenplatz), altes C&A-Gebäude und Buchenpassage (im Bau).

Kernziele des Projekts sind eine verbesserte Aufenthaltsqualität und die Schaffung eines eigenen Profils, um Kunden anzulocken und Umsatz zu stimulieren.

Die Maßnahme ist auf zwei Jahre angelegt und umfasst ein Gesamtvolumen von rund 186.000 Euro. Das Land hat im Rahmen einer Fördermaßnahme einen Zuschuss von 111.600 Euro zugesagt. Der Rest müssen Stadt (höchstens 55.800 Euro) und Anlieger (mindestens 18.600 Euro) beisteuern.