"Mehrsprachige Grundschule bereichert Bildungsstandort Magdeburg."
OB Trümper besuchte trilinguale Kita im Gneisenauring
Magdeburg.
"Bonjour, Monsieur Trümper" und "Hi, Mr. Lord Mayer" schallte es Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper entgegen, als er heute im Olvenstedter Gneisenauring 35 durch die Tür kam. Die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis betreibt dort eine trilinguale Kindertagesstätte, die künftig in eine Grundschule münden soll. "Wir werden die Stiftung nach Kräften beim Aufbau einer mehrsprachigen Grundschule unterstützen", versprach OB Dr. Trümper bei seinem Besuch.
Zum Internationalen Kindertag kam das Stadtoberhaupt natürlich nicht mit leeren Händen. Und auch die Eltern und Erzieher der Kindereinrichtung hatten den Oberbürgermeister zum Kinderfest geladen. Dabei zeigten die Knirpse, was sie schon alles gelernt haben und führten mit dem Oberbürgermeister ein Interview in französischer Sprache. Übersetzt wurden die Kinder-Fragen von Jean Paul Bolou, einem Erzieher der Einrichtung, der von der Elfenbeinküste nach Magdeburg gekommen ist. Neben den Aufgaben eines Oberbürgermeisters interessierte die Jungen und Mädchen vor allem, ob sie weiter Englisch und Französisch lernen können, wenn sie dem Kindergartenalter entwachsen sind. "Die Idee Eurer Eltern, eine Grundschule aufzubauen, an der man schon ab der ersten Klasse Englisch und Französisch lernen kann, finde ich sehr gut", sagte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper den Kindern. "Ich werden Euren Eltern deshalb helfen, ein geeignetes Gebäude dafür zu finden."
Am Rande des Kinderfestes führten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der städtische Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport, Dr. Rüdiger Koch deshalb auch Gespräche mit der Elterninitiative zur Gründung einer trilingualen Grundschule. "Nachdem der Verein École sich entschieden hat, mit Grundschule und Gymnasium nach Barleben umzuziehen, sichert das Angebot der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis nicht nur die Kontinuität der mehrsprachigen Grundschulausbildung, sondern erweitert es sogar, denn an der neu entstehenden Schule können Kinder ab der ersten Klasse Französisch und Englisch lernen", freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Eine Landeshauptstadt braucht solche Angebote, denn Bildungsmöglichkeiten sind ein wichtiger Standortfaktor. Das Sport- und Schulverwaltungsamt wird die Elterninitiative - sofern dies gewünscht ist, auch bei der Genehmigung der Grundschule beraten und begleiten."
Fremdsprachenlernen in frühester Kindheit liegt im Trend - entsprechend groß ist die Nachfrage. Die trilinguale Kita im Gneisenauring gibt es bereits seit 2002. Neben ihrer Muttersprache Deutsch sprechen die Kinder dort Englisch und Französisch. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in mehrsprachigen Kindergärten ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und übersteigt nach eigenen Angaben inzwischen die Möglichkeiten der Stiftung Evangelische Jugendhilfe. Nach der Entscheidung des Vereins École, mit Grundschule und Gymnasium nach Barleben zu ziehen, ist die Zahl von Elternanfragen zur mehrsprachigen Grundschulausbildung über die Stiftung kräftig gestiegen.
Eine Elterninitiative bereitet deshalb derzeit die Gründung einer trilingualen Grundschule zum Schuljahr 2005/2006 vor. Magdeburgs Stadtoberhaupt sieht grundsätzlich kein Problem, der Stiftung dafür geeignete Räume zur Verfügung zu stellen. "Ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit der Elterninitiative einen geeigneten Standort finden und die trilinguale Grundschule im nächsten Jahr starten kann."
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