Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 15. Juni 2004

Förderprogramm "Altbau Optimal 2004" in Bocholt

Bereits 27 Förderanträge bewilligt

Bocholt (pd).

Wer in den Genuss städtischer Fördermittel für Altbausanierungsmaßnahmen kommen möchte, sollte sich bald entscheiden, denn die Nachfrage ist groß. Bereits 27 Förderanträge wurden in Bocholt seit Inkrafttreten des Förderprogramms "Altbau Optimal" im Februar 2004 bewilligt.

Den Anträgen gingen 42 Sanierungsberatungen voraus. In nur 4 Monaten nahmen also bereits mehr Bocholter Bürgerinnen und Bürger das Vor-Ort-Angebot in Anspruch, als im gesamten Jahr 2003. Damals ließen sich 33 Hausbesitzer beraten.

"Einen deutlichen Schwerpunkt der beabsichtigten Maßnahmen stellen mit 17 Anträgen die Dachsanierungen dar", teilt Umweltreferentin Angela Theurich mit. Für Fassadensanierungen und Kellerdämmung wurden jeweils 9 Anträge gestellt und bewilligt. 4 der 9 Fassadensanierungen werden mit der Erneuerung der Fenster kombiniert. Der Effekt von Außenwanddämmungen ist groß. Eine 12 cm starke Dämmung der Außenwand bewirkt z.B. bei einem typischen 60er Jahre Mehrfamilienhaus eine Energieeinsparung von 32%. Hierdurch werden etwa 15 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart (Quelle: ASEW).

Die Höhe der bisher bewilligten städtischen Zuschüsse beträgt rund 17.000,- EUR. Geht man von einem Verhältnis von 1 zu 7 zwischen eingesetzten Fördermitteln und privaten Investitionen aus (Erfahrungen anderer Kommunen), so liegt das geschätzte Investitionsvolumen bisher insgesamt bei ca. 120.000,- EUR. "Schon jetzt wird deutlich, dass das Programm ein zeitliches Vorziehen von Sanierungsmaßnahmen bewirkt und zur Qualitätsverbesserung beiträgt", so Theurich.

Derzeit stehen noch rund 10.000,- EUR Fördermittel für weitere Anträge zur Verfügung. Voraussetzung für einen Zuschuss ist die Teilnahme an der Altbausanierungsberatung. Sie wird gegen einen Kostenbeitrag von 100,- EUR durch das von der Stadt Bocholt beauftragte Niedrigenergie-Institut Detmold durchgeführt. Während der Beratung erhält der Hausbesitzer nicht nur Hinweise auf die sinnvollsten Maßnahmen sondern auch praktische Tipps für die Ausführung und die zeitliche Abfolge. Werden im Anschluss an die Beratung noch im gleichen Jahr energetische Maßnahmen für mindestens 600,- EUR realisiert, dann wird der Kostenbeitrag von 100,- EUR von der Stadt erstattet. Dies gilt auch dann, wenn die realisierten Maßnahmen nicht von der Stadt Bocholt bezuschusst wurden.

Wer Interesse an einer Sanierungsberatung oder an dem Förderprogramm "Altbau Optimal 2004" hat, der kann die Unterlagen im Umweltreferat der Stadt Bocholt anfordern oder diese aus dem Internet unter www.bocholt.de herunterladen.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Umweltreferentin Angela Theurich, Tel. 02871/953-137