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Magdeburg, 22. Juni 2004
"Wir werden alles tun, um das Unternehmen am Ort zu halten."
OB zur aktuellen Situation der REGE GmbH

Mit Sorge sieht Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Entscheidung der Geschäftsführung der REGE Motorenteile GmbH, die Produktion von Porsche-Zylinderköpfen nach Eisenach zu verlegen. "REGE ist einer der wichtigen Arbeitgeber in Magdeburg. Ich gehe davon aus, dass die Magdeburger Niederlassung andere Aufträge erhält, damit die Arbeitsplätze vor Ort gesichert werden können", so das Stadtoberhaupt.

"Die Stadt kann Entscheidungen, die aus der Gesamtsicht eines Unternehmens getroffen werden, kaum beeinflussen", weiß OB Dr. Trümper. Trotzdem will sich das Stadtoberhaupt an die Geschäftsleitung wenden, "Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, die Arbeitsplätze bei REGE zu erhalten. Wir sind überzeugt, dass Magdeburg sehr gute Voraussetzungen für einen dauerhaften Bestand des Unternehmens bietet." Erst gestern hat Magdeburgs Beigeordneter für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit, Dr. Klaus Puchta Gespräche mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat geführt.

Mit der Übernahme des ehemaligen Fertigungszentrums "Prisma" des SKL durch die REGE GmbH & CO KG war es gelungen, eine der wichtigen Kompetenzen des Wirtschaftsstandortes Magdeburg weiterzuführen. Als Maschinenbau-Unternehmen knüpft REGE nicht nur an Magdeburger Traditionen an, innovativer Maschinenbau ist auch heute eine der Kernkompetenzen des Wirtschaftsstandortes. "REGE gehört zu den Unternehmen, die den Neuanfang Magdeburgs als Maschinenbau-Standort nach 1990 mitgeprägt haben. Deshalb ist es wichtig, dass gerade dieses Unternehmen in unserer Stadt eine Zukunft hat."

 

Hintergrund

Der REGE-Verbund bestehend aus dem Hauptbetrieb Eisenach und den Niederlassungen in Witzenhausen und Magdeburg. Er ist derzeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Darüber hat das Unternehmen bereits Mitte März in einem Gespräch im Wirtschaftsministerium informiert und

zugesichert, alle Möglichkeiten zu prüfen, den Standort Magdeburg zu erhalten. Land und Stadt haben dazu alle Unterstützung zugesagt.

In den letzten Tagen hat die REGE-Geschäftsleitung darüber informiert, dass die Fertigung von Porsche-Zylinderköpfen nach Eisenach verlegt werden soll, weil andernfalls am Hauptsitz Fördermittel zurückgezahlt werden müssten. Die Beschäftigtenzahl von 380 Mitarbeitern in Magdeburg wird zumindest bis Ende 2004 trotzdem konstant gehalten werden, da bei anderen Produkten größere Aufträge abgearbeitet werden müssen. Mit dieser Maßnahme soll das Gesamtunternehmen stabilisiert werden, das andernfalls aus der Sicht der Unternehmensleitung in ernste Schwierigkeiten kommen würde.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
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