Hingst springt Olympianorm im Jahnstadion
Gelungener Olympiatest vor begeisterten Zuschauern
Pünktlich zum Einspringen der Athletinnen zeigte sich das Wetter von seiner freundlichen Seite. Somit hatten die Springerinnen beste Voraussetzungen, die Höhe von 4,40 m, die für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen Voraussetzung sind, anzugehen.
Den Start machten die 16-jährige Kim Kühnert aus Leverkusen und die 19-jährige brasilianische Juniorenmeisterin Michaela Heitkötter mit der Einstiegshöhe von 3,61 Meter. Die beiden Nachwuchsspringerinnen unterstrichen einmal mehr, dass von Ihnen in der Zukunft noch viel zu erwarten ist. Kühnert scheiterte knapp an der Höhe von 3,91 Meter und der weitgereiste Gast aus Brasilien schied erst mit dem Versuch die Latte bei 4,01 Meter zu überqueren aus.
Für Christine Adams, die in Norden zum letzten Mal als aktive Springerin bei einem Stabhochsprungwettkampf zu sehen war, endete der Wettkampf unerwartet früh. Sie scheiterte bei der Höhe von 4,01 Meter. Vielleicht lag es daran, dass Sie sich selber zu sehr unter Druck gesetzt hatte, um bei ihrer Abschiedsveranstaltung noch mal hoch hinaus zu springen. Die Enttäuschung war aber nur von kurzer Dauer, denn noch während der Veranstaltung schlüpfte sie in ihre neue Rollen als Trainerin und gab den anderen Springerinnen kluge Tipps und motivierte sie.
Auf den Auftritt der Vorjahressiegerin, Yvonne Buschbaum, mussten sich die zahlreich erschienenen Zuschauer etwas länger gedulden. Erst bei der Höhe von 4,21 Meter stieg Buschbaum in den Wettkampf ein. Nach leichten Problemen mit dem Anlauf übersprang Sie die 4,21 Meter mit ihrem dritten Versuch und ließ die darauf folgende Höhe von 4,31 Meter aus.
Diese Höhe meisterten Carolin Hingst, Floe Kühnert und Martina Strutz, so dass sich vier Springerinnen bemühten die Norm für die Olympischen Spiele von 4,40 zu erfüllen. Gleich bei den ersten Versuch schaffte es Carolin Hingst die aufgelegten 4,41 Meter zu überspringen und stellte damit den „Norder Jahnplatz – Rekord“ von 4,40 Meter aus dem Vorjahr ein. Diese Höhe sollte am Ende auch für den Sieg bei dem 4. „norder bandstahl“-Springen reichen. Die restlichen Springerinnen scheiterten bei dem Versuch es der sympathischen Mainzerin nachzumachen. Hingst ließ noch die Höhe 4,51 Meter auflegen, schaffte es aber nicht mehr ihr Ergebnis noch einmal zu verbessern. Mit der erneuten Erfüllung der Olympianorm kann Carolin Hingst ihr Ticket nach Athen schon buchen und zuversichtlich auf die kommende Olympischen Sommerspiele schauen.
Die erstklassige Sportanlage, das großartige Publikum und die sportlichen Leistungen der Springerinnen ließen das „norder bandstahl“-Springen wieder zu einer der hochwertigsten Sportveranstaltung in Ostfriesland werden und überzeugten auch den Deutschen Bundestrainer im Stabhochsprung Herbert Czingon. „In Norden herrschen die besten äußeren Bedingungen, die eine Olympiaqualifikation in Deutschland zu bieten hat“ , so Czingon nach der Veranstaltung.
Ergebnisse:
1. Caroline Hingst, USC Mainz 4,41 Meter
2. Floe Kühnert, TSV Bayer Leverkusen 4,31 Meter
3. Martina Strutz, Schweriner SC 4,31 Meter
4. Yvonne Buschbaum, ABC Ludwigshafen 4,21 Meter
5. Sabine Schulte, LG Bonn 4,21 Meter
6. Monique de Wilt, Niederlande 4,01 Meter
7. Nadine Sonnabend, USC Mainz 3,91 Meter
8. Michaela Heitkötter, Brasilien 3,81 Meter
9. Kim Kühnert,TSV Bayer Leverkusen 3,81 Meter
10. Sandra van der Geer, Niederlande 3,81 Meter
11. Christine Adams, TSV Bayer Dormagen o.g.V.
Kontakt: hw.events Holger Wesseln, Köln, Mobil: 0177/8510707
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