Mehr Qualität für Kinder
13.07.2004 | Herten
Qualitätsentwicklungsverfahren in den städtischen Kindergärten
Um die bisher gute Arbeit in den vier städtischen Kindergärten nachhaltig zu unterstützen und weiterzuentwickeln, führt die Stadt Herten als Träger der Einrichtungen ein Qualitätsentwicklungsverfahren nach dem "Europäischen Modell für umfassendes Qualitätsmanagement" (kurz "EFQM") durch. Alle Mitarbeiterinnen der städtischen Kindergärten nehmen an diesem cirka eineinhalb Jahre dauernden Projekt teil. Die langfristigen Standards werden dann in allen städtischen Kindergärten gelten.
Die Auftaktveranstaltung hierzu fand bereits im vergangenen Jahr statt. Mitarbeiterinnen der städtischen Kindergärten, Trägervertreter, Vertreter von Politik und die jeweils für die einzelnen Kindergärten zuständigen Elternvertreter kamen zusammen, um sich über den Prozess und seine Inhalte zu informieren.
Unter der Moderation der Prosoz-Mitarbeiterinnen Margitta Hunsmann und Ellen Köster, die das gesamte Projekt fachlich begleiten und beraten, wurden Arbeitsgruppen mit verschiedenen Aufgaben gebildet. Projektleiter ist Jörg Kersten, Bereichsleiter Schule und Jugend in der Stadtverwaltung.
Das Projekt gliedert sich gemäß des EFQM-Modells in vier Bausteine auf, daran orientiert sich auch der grobe Ablauf des Projekts. Die beiden ersten Bausteine: "Pädagogische Qualität" und "Fachliche Qualität" sind mittlerweile bearbeitet worden. Nun werden der dritte Baustein "Prozess- und Strukturqualität" sowie als letzter der vierte Baustein "Ergebnisqualität" folgen. Geplant ist eine "Abschlussveranstaltung" zum Ende des Projekts mit allen beteiligten Personen. Ziel des Projekts ist die Stärkung der Kinder. Denn in dem Punkt stimmen alle Beteiligten überein: Starke Kinder haben die beste Vorraussetzung sich das Leben mit Bildung, sozialer Kompetenz und mit großer Zufriedenheit zu erobern. Bei der Erarbeitung der Qualitätsbausteine werden gemeinsame Standards aller vier städtischen Kindergärten festgelegt.
Um diese zu erhalten, gehen Arbeitsaufträge an die einzelnen Kindergartenteams, die dann innerhalb einer festgelegten Zeitspanne erledigt werden. Als Beratungsansatz setzt man verschiedene Instrumente ein, wie z.B. den Regelkreis oder die Leitfäden nach EFQM. Es erfolgt eine Selbstbewertung innerhalb der einzelnen Kindergartenteams sowie Vorschläge für eine Standardformulierung der erstrebten Ziele. Diese Einzelergebnisse werden zu gemeinsamen Standards zusammengefasst.
Zeitgleich zum Projekt wird ein "Qualitätshandbuch" von der Redaktionsgruppe erstellt, das nach Abschluss des Projektes dem Fachpublikum zur Verfügung steht.
Pressekontakt: Jörg Kersten, Bereich Kindergarten und Schule, Telefon 02366-303572



