Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 14. Juli 2004

"Es ist etwas hängen geblieben"

Hohe-Giethorst-Schule berichtet im Arbeitskreis Städtepartnerschaften zum Europakurs der Schule

Bocholt (pd).

In der Sitzung des Arbeitskreises Städtepartnerschaften der Stadt Bocholt am Dienstag, 13. Juli 2004, war das Europaprojekt mit dem Titel "Wer trägt Europa, wenn nicht wir – die Jugend !" der Hohe-Giethorst-Schule Bocholt Hauptthema.

Sechs Jahre lang steuerten die Schülerinnen und Schüler der Hohe-Giethorst-Schule auf Europakurs. Die Fahrt nach Usedom mit dem Projektthema ,,Herzlich willkommen in der EU — ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem friedlicheren Europa" (gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit), eine Jugendbegegnung zwischen den Partnerstädten Naujoji Akmene und Bocholt mit Gästen aus dem Partnerkreis des Kreises Borken, dem Landkreis Breslau (Sobotka, PL)" in der letzten Juniwoche 2004 war der Abschluss ihres Projektes.

In Zusammenarbeit mit der ESTA und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat die Hohe-Giethorst-Schule im Laufe der Jahre bereits mehrere Jugendbegegnungen und Projekttage durchgeführt. So in 2001 am Werbellinsee mit insgesamt 160 Jugendlichen aus den Niederlanden, Litauen und Großbritannien und in 2003 auf dem deutschen Soldatenfriedhof im niederländischen Ysselstijn mit deutschen und niederländischen Jugendlichen.

Zielsetzung all dieser Veranstaltungen war es, Kontakte zwischen den Jugendlichen verschiedener europäischer Nationen aufzubauen, Vorurteile abzubauen und das europäische Verständnis zu fördern.

Der verantwortliche Projektlehrer der Hohe-Giethorst-Schule, Klaus Held, sowie der ehem. Mitarbeiter der ESTA, Heiner Böing, berichteten den Arbeitskreismitgliedern über die Ergebnisse aus diesem Projekt. "Es hat sich gelohnt – es ist etwas hängen geblieben", zog Klaus Held das Fazit aus den Jugendbegegnungen und stellte gleichzeitig in Aussicht, dieses Projekt fortzuführen. "Wenn alle bürokratischen Hürden genommen sind, hoffen wir, in 2005 in Ysselstijn und in 2006 wieder in Peenemünde eine europäische Jugendbegegnung mit unseren Schülerinnen und Schülern sowie Partnerschulen anzubieten," so Held weiter.

Finanzielle Unterstützung erfuhr dieses Projekt durch zahlreiche öffentliche und private Sponsoren, so auch durch die Stadt Bocholt, die Europäische Kommission in Brüssel und den Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE).

In der Sitzung wurde außerdem das Programm für den Besuch der offiziellen Delegation der Stadt Bocholt in der englischen Partnerstadt Rossendale in der Zeit vom 16.-20. Juli 2004 vorgestellt. Das "Rossendale Alive Festival" wird Höhepunkt des Delegationsprogramms an diesem Wochenende sein. Im Rahmen dieses Festivals werden sich die verschiedenen Gruppen und Vereine aus der englischen Partnerstadt mit Auftritten, Informationsständen etc. präsentieren. Auch die Stadt Bocholt ist dort mit einem Informationsstand vertreten, der von der Deutsch-Britischen Gesellschaft Bocholt e.V. betreut wird.

Mit einem aktuellen Bericht zum Bürgermeisterwechsel in der belgischen Partnerstadt Bocholt endete die Sitzung des Arbeitskreises Städtepartnerschaft, der in dieser Zusammensetzung das letzte Mal in der Legislaturperiode 1999/2004 getagt hatte. Die Vorsitzende des Arbeitskreises, stellvertretende Bürgermeisterin Christel Feldhaar, beschloss die Sitzung mit einem Dank an alle Mitglieder sowie Vereinsvertreter, die mit ihrer Arbeit zu erfolgreichen Beziehungen mit den europäischen Nachbarn – insbesondere den Partnerstädten – beigetragen haben.