Sonderprogramme helfen Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern/Beigeordnete:
"Bemühungen zur Schaffung von geförderten Arbeitsplätzen in Magdeburg werden intensiviert"
Magdeburgs Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Beate Bröcker, hat sich heute bei der städtischen Beschäftigungsgesellschaft GISE über die dortige Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Programme "Jump Plus" und "Arbeit für Langzeitarbeitslose" informiert. Im Rahmen der Sonder-programme des Bundes haben in den beiden Gesellschaften GISE und AQB in dieser Woche insgesamt 141 Magdeburger eine Arbeit aufgenommen.
"Die beiden städtischen Beschäftigungsgesellschaften GISE und AQB sind das Hauptstandbein bei der Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Programme in der Landeshauptstadt", hob die Beigeordnete bei einem Besuch von Projekten der GISE zur Pflege und Gestaltung von Grünflächen im Elbauenpark die Bedeutung der Gesellschaften hervor.
Die Landeshauptstadt Magdeburg beteiligt sich seit dem vergangenen Jahr an den beiden Bundesprogrammen gegen Arbeitslosigkeit. Während sich "Jump Plus" an arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren richtet, ist "Arbeit für Langzeitarbeitslose" (AfL) ein Sonderprogramm zum Wiedereinstieg von Langzeitarbeitslosen über 25. Für die Umsetzung beider Programme stehen der Landeshauptstadt Magdeburg aus Fördermitteln von Bund und EU insgesamt 9,1 Millionen Euro zur Verfügung.
"Besonders im Hinblick auf Hartz IV wird die Stadt ihre Bemühungen zur Schaffung von geförderten Arbeitsplätzen intensivieren, um möglichst vielen Betroffenen den Wiedereinstieg in ein Arbeitsverhältnis zu ermöglichen", kündigt Beate Bröcker an.
Das im vergangenen Jahr gestartete Programm "Jump Plus" soll jugendlichen Sozialhilfe- und Arbeitslosenhilfeempfängern zugute kommen und ihnen eine qualifizierte und berufsorientierte Arbeit ermöglichen. "Ziel ist es, die Jugendlichen für den ersten Arbeitsmarkt oder für eine Ausbildung fit zu machen", betont Beate Bröcker.
Insgesamt 68 Jugendliche haben im Rahmen von "Jump Plus" in dieser Woche bei der Gemeinnützigen Gesellschaft für Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung mbH (AQB) und bei der Gesellschaft für Innovation, Sanierung und Entsorgung mbH (GISE) eine Arbeit aufgenommen. Sie erhielten für fünf Monate einen Arbeitsvertrag mit 30 Stunden pro Woche und führen vor allem gemeinnützige Tätigkeiten in städtischen Einrichtungen wie beispielsweise in Pflegeheimen und Jugendklubs aus. Zu den aktuellen Projekten gehören neben dem im Elbauenpark unter anderem Verschönerungsarbeiten an den Bahnhöfen der Stadt sowie Gestaltungsarbeiten im Zoo und im Magdeburger Stadtwald.
Die monatliche Bruttoentlohnung beträgt rund 700 Euro. Bereits während der Beschäftigung versuchen die Projektträger und die Agentur für Arbeit den Jugendlichen berufliche Perspektiven zu eröffnen, damit sie dauerhaft ein selbstbestimmtes Leben ohne Sozialhilfe führen können.
Seit Beginn des Programmes im vergangenen Jahr wurden insgesamt 981 Jugendliche in das Sonderprogramm "Jump Plus" aufgenommen. Von den bisher 638 jungen Menschen, die in Magdeburg von AQB und GISE sowie von vier gemeinnützigen Gesellschaften bzw. Bildungsträgern im Rahmen des Programms "Jump Plus" ihre Beschäftigung beendeten, konnten 67 Jugendliche in das Erwerbsleben integriert werden. "Auch wenn dieses Zahl nicht ganz unseren Erwartungen entspricht und wir uns natürlich mehr Vermittlungen in das Erwerbsleben wünschen, darf man nicht vergessen, dass mit den Projekten des Programms auch die berufliche und soziale Kompetenz sowie die Integration der Jugendlichen gefördert wird."
Die Agentur für Arbeit stellt für die Umsetzung des Programms "Jump Plus" in Magdeburg 2,6 Millionen Euro bereit. Weitere 3,2 Millionen Euro kommen als Komplementärfinanzierung aus dem Europäischen Sozialfonds. Die Stadt trägt keine Kosten. "Wir reichen die bereitgestellten Mittel an die einzelnen Beschäftigungsträger aus und sind gleichzeitig für die Initiierung der einzelnen Maßnahmen verantwortlich", erläutert Beate Bröcker.
Junge Magdeburger im Alter bis zu 25 Jahren, die noch in das Sonderprogramm "Jump Plus" aufgenommen werden möchten, können sich persönlich oder telefonisch im Jobcenter für Jugendliche im Gebäude der Agentur für Arbeit, Hohepfortestaße 37, Telefon 2 57 11 22 oder im Sozial- und Wohnungsamt, Dr.-Grosz-Straße 1, Tel.: 5 40 39 04 melden.
An Langzeitarbeitslose über 25 Jahre richtet sich das Sonderprogramm des Bundes "Arbeit für Langzeitarbeitslose" (AfL). Ziel des Programms ist die Förderung des Wiedereinstiegs in Beschäftigung für Lanzeitarbeitslose und für Sozialhilfeempfänger, die mindestens sechs Monate arbeitslos gemeldet sind. Seit Beginn des Sonderprogramms im September 2003 wurden bislang 449 Magdeburger Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger in das Programm integriert.
In dieser Woche haben im Rahmen des AfL-Programmes 73 Frauen und Männer bei AQB und GISE eine Arbeit mit 35 Stunden pro Woche aufgenommen und führen - ähnlich wie beim Programm "Jump Plus"- gemeinnützige Tätigkeiten in der Alten- und Kinderbetreuung sowie im gewerblichen Bereich aus. Zu den aktuellen Projekten in Magdeburg zählen unter anderem die Pflege des öffentlichen Grüns in den Parkanlagen Amtsgarten und Knochenpark, die Aufarbeitung gebrauchsfähiger Altmöbel sowie unterstützende Arbeiten zur Erhaltung des Archivgutes im Landeshauptarchiv Sachsen Anhalt.
Die Teilnehmer des AfL-Programmes erhalten ein monatliches Bruttoentgelt von ca. 800 Euro. Die Bundesagentur für Arbeit fördert die AfL-Projekte mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Für die Landeshauptstadt Magdeburg ergibt sich durch die Teilnahme von Sozialhilfeempfängern an den Programmen ein Einsparvolumen von rund 2,5 Millionen Euro.
Bei Rückfragen: Siegrid Rosam, Sozial- und Wohnungsamt, Tel.: 03 91/5 40 39 20
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