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Magdeburg, 12. August 2004
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper eröffnete sanierte Kindertagesstätte "Am Salbker See"
Stadt investierte zwei Millionen Euro/Weitere Kita-Investitionen geplant

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute die sanierte Kindertagesstätte "Am Salbker See" offiziell eröffnet. In die 22 Monate andauernde Sanierung investierte die Landeshauptstadt mehr als zwei Millionen Euro. Damit steigt die Summe der seit 1997 getätigten Kita-Investitionen auf rund 17 Millionen Euro.

"Mit dem sanierten Gebäude steht eine moderne und leistungsfähige Kita zur Verfügung, in der Kinder und Erzieherinnen ideale pädagogische Bedingungen vorfinden", freut sich der Oberbürgermeister über das gelungene Ergebnis der umfassenden Sanierung. "Trotz schwieriger Finanzsituation wird die Stadt in den kommenden Jahren weitere Kindertageseinrichtungen sanieren."

Die aus zwei zweigeschossigen Gruppenhäusern und einem Mittelhaus bestehende Kita "Am Salbker See" wurde mit Ausnahme des Kellergeschosses komplett umgebaut und neu gestaltet. Dazu gehören unter anderem die Erneuerung der Dächer, Fluchtwege und Außenanlagen, die Montage einer wärmedämmenden Fassade und die Neugestaltung der Innenräume. Auf einer Gesamtnutzfläche von 1.646 Quadratmetern bietet die sanierte Kita jetzt sehr gute Voraussetzungen für eine optimale pädagogische Arbeit mit Kindern.

Im Krippenbereich verfügen die Gruppen über jeweils zwei Spiel- und zwei separate Schlafräume. Die Garderoben der Krippenkinder wurden bei den Umbauarbeiten deutlich vergrößert. Auch im Kindergartenbereich stehen jeder Gruppe zwei Räume zur Verfügung. Die Sanitärbereiche der Kinder wurden mit Trennwenden ausgestattet und altersgerecht neu gestaltet.

Im fast völlig neu gebauten Mittelhaus befinden sich ein Mehrzweckraum mit Jugendtreff, die Küche, ein Aufenthaltsraum für das Personal, ein Büro und Sanitäranlagen mit einem behindertengerechten WC.

In der Einrichtung ist Platz für 83 Krippen- und 109 Kindergartenkinder. Derzeit werden hier insgesamt 107 Kinder von 14 Erzieherinnen betreut. Kinder und Erzieherinnen sind bereits seit dem 30. Juni in ihrem sanierten Domizil. Während der Bauarbeiten waren die Krippengruppen im Kindergarten "Jakobstraße", die Kindergartengruppen in der Grundschule "Fermersleben" untergebracht.

In die Sanierung der unter städtischer Trägerschaft stehenden Einrichtung wurden insgesamt 2,026 Millionen Euro investiert. Das Land Sachsen-Anhalt beteiligte sich mit einer fast 50-prozentigen Förderung an den Gesamtkosten. Den Umbau hatte der Stadtrat im Juli 1998 beschlossen. Die entsprechende Haushaltsunterlage Bau (HU Bau) verabschiedeten die Stadträte im Juni 2001. Begonnen hatten die Bauarbeiten im September 2002.

 

Stand der Sanierungen von Kitas

"Rund zwölf Millionen Euro hat die Stadt in den vergangenen sieben Jahren in die Komplettsanierung von insgesamt sechs Kindertageseinrichtungen investiert", so Dr. Lutz Trümper. "Weitere rund fünf Millionen Euro wurden für Teilsanierungen und Modernisierungen ausgegeben."

Folgende Kindertageseinrichtungen wurden in den vergangenen Jahren komplett saniert:

  • "Spielhagenstraße" und "Spatzennest", Spielhagenstraße (1998 - 2000:

2,4 Mio. Euro)

  • "Sonnenschein" und "Märchenland", Lutherstraße (abschnittsweise 1999 - 2004:

851.000 Euro)

  • "Sonnenblume" und "Regenbogen", Max-Otten-Straße (2000 - 2001:

2,6 Mio. Euro)

  • "Kinderland", Lumumbastraße (2000 - 2002; 2,5 Mio. Euro)
  • "Kleiner Rabe", Bodestraße (2002 - 2004: 1,6 Mio. Euro)
  • "Am Salbker See", Am Unterhorstweg (2002 - 2004: 2 Mio. Euro)

Zu den teilsanierten Einrichtungen zählen:

  • "Berti's Biberburg", Faberstraße (1998 - 1999: 100.000 Euro)
  • "Moldenstraße" und "Rasselbande" (2001 - 2002: 51.000 Euro)
  • "Am Wasserfall", Burchardtstraße (2001 - 2002: 514.000 Euro)
  • "Bördebogen", Bördebogen (89.000 Euro)
  • "Buckauer Spatzen", Schönebecker Straße (1998 - 2002:375.000 Euro)
  • "Walbecker Straße", Walbecker Straße (1999 - 2004: 404.000 Euro)
  • "Klettermax" und "Wunderland", Westernplan (2000 - 2002: 149.000 Euro)
  • "Zauberland" und "Löwenzahn", Frankefelde (2001 - 2004: 339.000 Euro)
  • "Spielkiste", Kroatenwuhne (2001 - 2003: 266.000 Euro)
  • "Frohe Zukunft", Lübecker Straße (2001: 8.400 Euro)
  • Brandschutzmaßnahmen, Erneuerung technischer Anlagen und Bauunterhaltung

(1997 - 2002: 2,55 Mio. Euro)

  • Grundlagenermittlungen zur Sanierung von Kitas (2001 - 2002: 302.000 Euro)

"Trotz der bisherigen Investitionen haben wir bei der Sanierung von Kindertageseinrichtungen in Magdeburg noch einen langen Weg vor uns", blickt der OB in die Zukunft. "Nach unseren derzeitigen Schätzungen sind für den Abbau des Sanierungsstaus mindestens 70 Millionen Euro notwendig. Allein die Umbauarbeiten einer Kita vom Gebäudetyp wie in der Lumumbastraße und Max-Otten-Straße kosten rund 2,5 Millionen Euro."

Im Rahmen eines vom Land initiierten Sonderprogramms hat der Stadtrat im Juni die Komplett- bzw. Teilsanierung von insgesamt fünf Kindertageseinrichtungen beschlossen. Für diese Maßnahmen werden Zuwendungen vom Land Sachsen-Anhalt in Höhe bis zu 50 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten erwartet. Der städtische Anteil wird dabei insgesamt rund 9,2 Millionen Euro betragen.

Zu den beschlossenen Sanierungen gehören:

Komplettsanierungen

  • "Fridolin", Gerhart-Hauptmann-Straße (2005 - 2006: 2 Mio. Euro)
  • "Fliederhof", Johannes-Göderitz-Straße (2005 - 2006: 2 Mio. Euro)
  • "Bördebogen", Bördebogen (2006 - 2007: 2,55 Mio. Euro)
  • "Kindertraum" und "Schilfbreite", Bertolt-Brecht-Straße (2006 - 2007:

2,55 Mio. Euro)

  • "Pusteblume", Skorpionstraße (ab 2007: 2,6 Mio. Euro)

Teilsanierungen

  • "Roggengrund" und "Kindertraumland", Roggengrund (Sanitäranlagen,

2004: 90.000 Euro)

  • "Weitlingstraße", Weitlingstraße (behindertengerechter Umbau, Sanitäranlagen (2004 - 2005: 500.000 Euro)
  • Jakobstraße (Sanitärsanierung, Küchenumbau, 2004 - 2005: 200.000 Euro)
  • "Frohe Zukunft", Lübecker Straße (Anbau und Teilsanierung, 2006 - 2007:

1,1 Mio. Euro)

Aus einer Erbschaft stehen 475.000 Euro für die geplanten Maßnahmen in den Einrichtungen im Bördebogen (125.000 Euro), in der Jakobstraße (150.000 Euro), in der Gerhart-Hauptmann-Straße (110.000 Euro) und im Roggengrund (90.000 Euro) zur Verfügung.

"Bis Dezember dieses Jahres erarbeitet die Verwaltung eine langfristige Standortplanung von Kindertageseinrichtungen, die Voraussetzung für die Weiterführung der dringend notwendigen Sanierungen ist", kündigt der Oberbürgermeister an.

Ein wesentlicher Aspekt bei der Standortplanung ist neben der Qualitätsentwicklung von Angeboten der Jugendhilfe und den sich verändernden Strukturen bei der Tagesbetreuung vor allem die Sozialstruktur: Durch die Anfang der 90er Jahre einsetzenden Geburtenrückgänge gibt es in den kommenden 20 Jahren weniger gebärfähige Frauen als noch vor zehn Jahren. Bleibt es bei einer durchschnittlichen Geburtenzahl von derzeit 36 Geburten pro 1.000 Frauen von 15 bis 45 Jahren, werden in den nächsten Jahren insgesamt weniger Kinder in Magdeburg geboren als heute.

"Trotzdem gehen wir momentan davon aus, dass langfristig mindestens weitere 35 Kita-Gebäude umfassend saniert werden müssen", so Dr. Lutz Trümper. "Daran ändert auch die zum 1. August vollzogene Übertragung von 38 Kindereinrichtungen in eine freie Trägerschaft nichts. Die freien Träger werden nicht allein in der Lage sein, umfassende Sanierungen an den Gebäuden zu schultern und ausschließlich eigenständig zu finanzieren. Hier ist auch künftig - zumindest teilweise - die finanzielle Unterstützung der Stadt gefragt."



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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39104 Magdeburg
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