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Magdeburg, 13. August 2004
Sperrmüllabfuhr auf Bestellung hat sich bewährt
Abfallwirtschaftsbetrieb zog Zwischenbilanz

Die 2003 in der Landeshauptstadt Magdeburg eingeführte Sperrmüllabfuhr auf Bestellung hat sich bewährt. Nach einer zögerlichen Inanspruchnahme des neuen Systems unmittelbar nach seiner Einführung stieg die Zahl der Anmeldungen kontinuierlich an. Inzwischen gehen beim Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb monatlich im Durchschnitt über 1.600 Aufträge ein.

Seit dem 1. Januar 2003 kann jeder Haushalt zweimal jährlich jeweils maximal zwei Kubikmeter Sperrmüll zur kostenlosen Abholung beim Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb anmelden. Während 2003 insgesamt 14.374 Bestellaufträge eingingen, waren es in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits 11.585. Die bisher meisten Bestellungen wurden mit 2.154 im März 2004 gezählt.

"Die Magdeburger schätzen besonders die Flexibilität des neuen Systems", freut sich der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz über die bisherige Resonanz. "Die Sperrmüllabfuhr erfolgt individuell nach den Wünschen der Bürger und trägt damit zu mehr Ordnung und Sauberkeit im Stadtgebiet bei. Das früher oft beobachtete Durchwühlen der Sammelplätze durch Dritte ist Vergangenheit."

Neben der individuellen Planbarkeit für die Bürger und einem sauberen Straßenbild hat das System der Sperrmüllabfuhr auf Bestellung gegenüber der früheren Straßenabfuhr einen weiteren Vorteil: Die notwendigen Kosten des Abfallwirtschaftsbetriebes sind von 2,25 Millionen Euro im Jahr 2002 um rund 10 Prozent auf 2,04 Millionen Euro gesunken.

"Dies ist vor allem auf den erwarteten Rückgang der Sammelmengen zurückzuführen", bilanziert Holger Platz. "Während 2002 - als die Sammlungen noch als Straßenabfuhr erfolgten - insgesamt 7.225 Tonnen Sperrmüll abtransportiert wurden, waren es 2003 mit 3.215 Tonnen nicht mal die Hälfte. Für 2004 rechnen wir mit mindestens 4.000 Tonnen Sperrmüll und 1.600 Tonnen Haushaltsgeräte und Schrott".

 

 

 

Anstelle einer der beiden möglichen Sperrmüllabholungen kann seit Jahresbeginn 2004 jeder Haushalt einmal jährlich die kostenlose Baum- und Strauchschnittabfuhr des Abfallwirtschaftsbetriebes in Anspruch nehmen. Wegen der Gebührengerechtigkeit gegenüber Haushalten, die keine Grünabfälle zu entsorgen haben, wird dieses Angebot nicht zusätzlich zur Sperrmüllabfuhr gemacht.

"Bis Ende Juli haben die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes 222 Aufträge zur Schnittabfuhr erledigt. Ich gehe davon aus, dass die Zahl dieser Aufträge im kommenden Jahr erheblich steigt, weil das Angebot auch eine Alternative zum ab Januar 2005 verbotenen Verbrennen von Gartenabfällen ist."

Anmeldungen für die Abfuhr von Sperrmüll sowie von Baum- und Strauchschnitt nimmt der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb per Postkarte (letzte Umschlagseite des Abfallkalenders), telefonisch (5 40 47 19 und 5 40 45 11), per Fax (5 40 47 32), per E-Mail (abfallberatung@sab.magdeburg.de) oder persönlich in der Rötgerstraße 8 zu den Sprechzeiten (montags, mittwochs, donnerstags von 07:30 bis 12:00 Uhr sowie von 13:00 bis 16:00 Uhr, dienstags von 07:30 bis 12:00 Uhr sowie von 13:00 bis 17:30 Uhr und freitags von 07:30 bis 12:00 Uhr) entgegen. Zwischen Auftragsanmeldung und Abholung liegen derzeit etwa 14 Kalendertage.

 

Bei Rückfragen der Medien: Konrad Schwenke, Leiter des Städtischen Abfall-wirtschaftbetriebes, Tel. 03 91/5 40 45 00



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