„Eine Rettungswache in Möhlenwarf erscheint auf den ersten Blick sinnvoll, hat aber bei näherem Hinsehen für die Rheiderländer viele Nachteile“.
Ostfriesland -Das sagt Landrat Bernhard Bramlage zu der Forderung von Kreistagsmitglied Günther Borcherding, auf Rettungswachen in Weener sowie im niederländischen Neuschanz zu verzichten. Borcherding hatte vorgeschlagen, stattdessen das Rheiderland insgesamt vom Knotenpunkt in Möhlenwarf aus zu bedienen.
Durch solche Vorschläge, so Bramlage, werde erstens ohne Not der in den Verhandlungen erreichte Erhalt des Rettungswagen-Standortes beim Krankenhaus Weener gefährdet. Zweitens könne von dort aus der nordwestliche Teil des Rheiderlandes nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist von 15 Minuten erreicht werden. Drittens verzichte man auf einen Zuschuss von 200.000 Euro aus EU-Mitteln.
Das alles habe der Gutachter in der Sitzung des Fachausschusses am vergangenen Montag ausdrücklich bestätigt. "Mir geht es um die Versorgung aller Rheiderländer, auch der im Süden. Und dafür sind Standorte im niederländischen Neuschanz und auf deutscher Seite in Weener eine optimale Kombination", erklärt Bramlage. Auch das habe der Gutachter bestätigt. Abschließend sagte der Landrat, grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst sei längst Realität: auf der Straße, auf dem Wasser und in der Luft. Die Intensivierung liege im Interesse der Bevölkerung beiderseits der Grenze.
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