Die Internationalen Hertener Fototage sind Vergangenheit
06.10.2004 | Herten
Der Standort Herten will aber weiter in der Fotografie präsent bleiben
Nachdem feststeht, dass die Internationalen Fototage Herten keine Unterstützung durch Agfa erfahren werden und angesichts der schlechten Finanzlage auch kein größerer Zuschuss des Landes NRW mehr zu erwarten ist, hat der Vorsitzende des Vereins, Hans-Joachim Nierentz erklärt, es gäbe keine Möglichkeit mehr, das Festival in Herten durchzuführen.
Bis zuletzt hatten der Verein BildForum und die Stadt versucht, Sponsoren und Fördermittel zu akquirieren, aber vergeblich. Kurz vor der Photokina bekam der Verein grünes Licht aus Mannheim/Ludwigshafen, dort soll im kommenden Jahr ein neues Festival entstehen.
Bis zum Ende des Jahres wird das Büro des Vereins in Herten aufgelöst. Kooperationen bei Ausstellungen und anderen fotografischen Aktivitäten soll es aber weiterhin zwischen BildForum und Stadt Herten geben.
Seit 1991 hat der Verein mit Unterstützung durch die Stadt und das PROSOZ Institut das Festival erfolgreich durchgeführt. Neben den finanziellen Schwierigkeiten sah der Verein aber auch Standortprobleme. So fehlt mit der Neugestaltung des Hallenbades ein zentraler Treffpunkt. Die Ausstellungsmöglichkeiten auf dem ehemaligen Zechengelände Ewald wurden mit dem Fortschreiten der Umnutzung immer unsicherer.
In den nächsten Monaten wird ausgelotet, welche Chancen dafür bestehen, dass Herten trotz allem ein Standort für Fotografie bleibt und durch Vernetzung mit der regionalen Kulturszene neue Aktivitäten entstehen.
Pressekontakt: Zukunftsbüro, Peter Brautmeier, Telefon 02366-303262



