Stadtplaner luden zum Workshop "Radfahren in Magdeburg"
Magdeburg.
Die Landeshauptstadt Magdeburg veranstaltete heute (8. Oktober 2004) in den Räumen der Magdeburger Verkehrsbetriebe einen Workshop zum Thema "Radfahren in Magdeburg". Unter der Leitung des Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Herrn Kaleschky, diskutierten Vertreter aus der Politik, der Stadtverwaltung, Planer und Vertreter des ADFC, ADAC, VCD sowie interessierte Bürger zu aktuellen Problemen des Radverkehrs in Magdeburg.
Neben der Vorstellung der Radverkehrskonzeption durch das Ingenieurbüro Buschmann, der Entwicklung des Radverkehrs in Magdeburg durch Werner Kaleschky und der Unfallentwicklung mit Radfahrerbeteiligung durch Herrn Rolle von der Polizeidirektion Magdeburg, spielte die Auswertung des ADAC-Testes "Radfahren in Großstädten" eine wichtige Rolle. Dieser war im März 2004 in der ADAC-Zeitschrift "Motorwelt" erschienen und hatte der Landeshauptstadt bezüglich des Radfahrklimas nur einen 18. Platz von 22 bundesweit teilnehmenden Städten bescheinigt.
Fast parallel dazu wurde die Fortsetzung der Radverkehrskonzeption der Landeshauptstadt Magdeburg bis 2012 durch den Stadtrat beschlossen. Eine Festlegung darin lautete, dass die Umsetzung ständig mit der Bevölkerung zu besprechen ist. Der jetzige Workshop ist ein Schritt, um aus den Ergebnissen des ADAC-Testes Anregungen aufzugreifen und neue Strategien zur Förderung des Radverkehrs zu entwickeln.
Im Anschluss an die Vorträge berieten die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen Spezialthemen rund ums Radfahren.
Die erste Arbeitsgruppe befasste sich mit Fragen der Rahmenparameter für den Radverkehr und der Qualitätssicherung bei Bauvorhaben von der Planung über die Realisierung bis zur Verkehrsfreigabe der Radverkehrsanlagen. Durch die Stadtverwaltung wurde diesbezüglich ein Entwurf für eine Richtlinie vorbereitet und zur Diskussion gestellt.
Die zweite Arbeitsgruppen beriet die Frage der Fahrradabstellmöglichkeiten und die Vernetzung des Rad- mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. Die im Rahmen der Überarbeitung der Radverkehrskonzeption durchgeführten Befragungen zu diesem Thema hatten gezeigt, dass hier die entsprechende Akzeptanz und Resonanz noch nicht so ausgeprägt war, wie sie beispielsweise im Rahmen des ADAC-Testes als notwendig erachtet wurde. Hier wurde diskutiert, wie eine Verbesserung in der Bereitstellung von Abstellanlagen erreichbar ist.
Ein weiteres, großes Feld bildete die Öffentlichkeitsarbeit sowohl der Stadtverwaltung als auch der Polizei und der anwesenden Verbände. Es wurden Möglichkeiten erörtert, um die Öffentlichkeitsarbeit effektiver, transparenter zu gestalten und sich untereinander besser zu vernetzen. Ein Schwerpunkt soll dabei die Prävention sein, um die Unfallzahlen im Radverkehr zu senken.
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