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Warmer Geldsegen für Borken

Stadt erhält zur Umgestaltung der Bahnhöfe Borken und Marbeck 350.500 Euro

08. November 2004. Die Stadt Borken hat in der letzten Woche erfreuliche Post aus Münster von der Bezirksregierung bekommen: Für die Umgestaltung der Bahnhöfe in Borken und Marbeck erhält sie einen Zuschuss in Höhe von 350.500 Euro. „Endlich mal wieder eine gute Nachricht vom Land.“, freut sich Bürgermeister Rolf Lührmann über die Höhe der Bundes- und Landeszuwendung, die bei 90 % der Kosten liegt. „Wir werden im nächsten Jahr zunächst mit den Arbeiten am Borkener Bahnhof beginnen und im Jahr darauf den Bahnhof in Marbeck in Angriff nehmen.“, gibt Lührmann den Zeitplan vor.

Konkret geht es bei der Umgestaltung um das jeweilige Umfeld der Bahnhöfe. So soll in Borken nach Abriss der ehemaligen Bahnlagergebäude ins-gesamt 42 neue Umsteigeparkplätze erstellt werden. Zusätzlich soll eine „Bike- und Ride-Anlage“ mit 70 überdachten Fahrradabstellplätzen geschaffen werden.

Am Bahnhof in Marbeck sollen östlich der Bahngleis fünf weitere Parkplätze in Ergänzung der bereits vorhandenen Stellplätze angelegt werden. Auf der Westseite wird eine zusammenhängende Parkplatzanlage von weiteren 20 Parkplätzen erstellt werden. Während die östlichen Stellplätze vorwiegend den Kurzzeitparkern zum Abholen oder Wegbringen von Bahnreisenden dienen sollen, werden auf der anderen Seite der Bahn die neue Parkplätze insbesondere den Umsteigern angeboten, die über einen längeren Zeitraum dort parken können. Die bisherige Fahrradabstellanlage am Marbecker Bahnhof befindet sich in einem sehr schlechter baulichen Zustand und soll beseitigt werden. Auch hier sollen für 25 Fahrräder witterungsgeschützte Abstellplätze in unmittelbarer Nähe zum Bahnsteig neu angelegt werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich für beide Maßnahmen auf circa 410.000 Euro. Von den zuwendungsfähigen Ausgaben übernimmt der Bund 75 %, das Land 15 %, so dass der Anteil der Stadt bei 10 % dieser Kosten liegt. Der Bewilligungszeitraum erstreckt sich von 2004 bis 2006. „Wir werden bereits Anfang des kommenden Jahres mit dem Abriss der alten Lagerschuppen am Borkener Bahnhof beginnen und somit auch schon dieses Jahr die erste Rate abrufen können.“, erläutert Stadtpressesprecher Bernd Kemper die nächsten Schritte.

Wie es mit dem unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäude in Marbeck weitergeht, wie und wer das Gebäude künftig erwerben und nutzen wird, steht nach Angaben des Pressesprechers noch nicht fest. „Wegen der Sanierung laufen zur Zeit Gespräche, aber konkret ist zur Zeit noch nichts.“, so Kemper.

Stadt und Kreis Borken ist es nach jahrelangen Bemühungen gelungen, im Februar 2001 den damaligen Tarifsprung zum VRR-Netz (Beginn bisher in Dorsten-Rhade) aufzuheben und damit eine attraktive Anbindung an die Ballungszentren Essen und Oberhausen und das dort vorhandene überörtliche Schienennetz zu schaffen. Schon nach wenigen Monaten sei ein spürbarer Anstieg der Fahrgastzahlen in Borken und Marbeck festzustellen gewesen, so die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Eine weiter steigende Akzeptanz dieser beiden Bahnhöfe verspricht sich die Stadt nunmehr von der kurzfristig zu realisierenden Umgestaltung des Umfeldes und des verbesserten Angebotes an Park- und Abstellflächen für Autos und Fahrräder. Der Bauausschuss der Stadt hatte bereits Ende 2000 die Planungen hierzu beraten und einstimmig beschlossen.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Park- and Ride - Plan für den Bahnhof in Borken



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