Fachtagung KommOn 2004 zu kommunalen Internetauftritten in Magdeburg
OB Trümper: "Magdeburg mausert sich zum Kompetenzzentrum im E-Government"
Magdeburg.
"Die Auswahl Magdeburgs als Austragungsort der KommOn 2004 ist ein weiterer Schritt für die Stadt, als Kompetenzzentrum auf der bundesdeutschen Landkarte wahrgenommen zu werden."
Mit diesen Worten bedankte sich Oberbürgermeister Dr. Trümper bei den Vertretern des Deutschen Städtetags, die für die jährlich stattfindende Tagung "KommOn – Kommunen Online" die Landeshauptstadt als Austragungsort gewählt haben. Die Organisation der Veranstaltung hat das Kongressbüro der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus (MMKT) GmbH übernommen.
Rund 200 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet beraten heute und morgen über die Möglichkeiten rund um das Thema "Kommunale Internetnutzung/Onlineauftritt der Kommunen". Mit insgesamt 24 Fachvorträgen ist das auf zwei Tage angelegte Tagungsprogramm kompakt gefüllt und behandelt Themen wie die Gestaltung von Stadtportalen bis hin zur Bürgerbeteiligung im Netz.
Gemeinsam mit ihrem technischen Dienstleister, der KID Magdeburg GmbH, beteiligt sich auch die Landeshauptstadt aktiv am Wissensaustausch. Die Magdeburger informieren zu den Themen "Digitale Ratsinformation" und "Elektronische Beschaffung und Vergabe in der Praxis". In beiden Bereichen kann die Landeshauptstadt auf nicht unerhebliche Erfahrungen zurückgreifen, die auch für andere Städte von Interesse sind.
Magdeburgs Internetangebot zu Ratsinformationen
Auf der Basis eines neuen Ratsinformationssystems sind seit dem Frühjahr 2004 die Planungen und Entscheidungen des Stadtrats, des Oberbürgermeisters und aller Ausschüsse im städtischen Internetauftritt unter www.magdeburg.de zeitnah zu den Sitzungen nachzulesen.
Der Zugang zu den Dokumenten erfolgt über den Sitzungskalender. Wer dort das entsprechende Gremium wählt, erhält einen Überblick über sämtliche Informationen zur Sitzung. Dazu zählen Tagesordnung, Beschlussvorlagen, Anträge, Anfragen, Stellungnahmen und Abstimmungsverhalten.
Der Service ermöglicht Bürgern, die Beschlussvorlagen des Stadtrats, seiner Ausschüsse und des Oberbürgermeisters von Beginn an bis zu den Endabstimmungen zu verfolgen. Jeweils in der Nacht nach der Sitzung des Stadtrats wird der Internet-Auftritt entsprechend aktualisiert, so dass die Beschlüsse und Ergebnisse am Morgen nach der Sitzung für die Nutzer im Internet abrufbar sind.
Rund 200 Nutzer arbeiten innerhalb der Stadtverwaltung und in den Fraktionsgeschäftsstellen direkt in das System ein. In einem mit Passwort geschützten Bereich können die Stadträte von zu Hause aus auch nichtöffentliche Termine und Vorlagen verfolgen und begleiten. Ziel ist es, in naher Zukunft von Seiten der Verwaltung "papierlos" arbeiten zu können.
Bereits seit 1997 wird die Verwaltungsarbeit der Landeshauptstadt im Bereich Sitzungsdienst elektronisch unterstützt. Das ursprüngliche System war jedoch nur eingeschränkt auch im Internet einsetzbar.
Elektronischer Einkauf in Magdeburg auf dem Vormarsch
Als eine der ersten öffentlichen Auftraggeber im Land Sachsen-Anhalt führte die Landeshauptstadt im vergangenen Jahr die internetgestützte digitale Auftragsvergabe als zusätzlichen Service für Unternehmen ein.
Über komplett webbasierte elektronische Vergabe- und Beschaffungssysteme können die Bedarfsträger in der Verwaltung sowie die Vergabespezialisten den Vergabeprozess abwickeln und aus elektronischen Katalogen direkt und nahtlos Waren und Dienstleistungen beim Lieferanten bestellen. Die E-Procurement-Plattform steht auch den umliegenden Gemeinden und Landkreisen zur Verfügung und verbessert so das Zusammenwirken regionaler und überregionaler Akteure.
Magdeburg mausert sich zum Kompetenzzentrum
Gemeinsam mit der KID Magdeburg GmbH hatte sich die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts in diesem Jahr bereits erfolgreich um den Status als Transferkommune Media@Komm bei dem vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft ausgeschriebenen Wettbewerb beworben.
Damit gehört Magdeburg zu den 20 Städten, Landkreisen und Gemeinden in Deutschland, die aufgrund ihres besonderen Engagements bei der Einführung von kommunalem E-Government eine Vorreiterrolle bei der Vorbereitung und Weiterentwicklung netzbasierter Verwaltungsstrukturen und -prozesse einnehmen sollen. Den ausgewählten Gebietskörperschaften kommt künftig die Funktion von Kompetenzzentren ihrer Region zu. Der Schwerpunkt der künftigen Aktivitäten als Transferkommune Magdeburg liegt bei den Projekten E-Procurement und E-Reporting. Dort hat die Landeshauptstadt die Federführung übernommen. Bei den Projekten E-Learning, Mobiles Government und Internetportale nimmt Magdeburg als standardisierende Transferkommune teil.
Zunächst aber geht die Landeshauptstadt in Sachen Wirtschaft in die Offensive: "Anfang Dezember starten wir unsere neuen Wirtschaftsseiten im Netz," erläutert das Stadtoberhaupt. "Mit erweiterten Informationsangeboten zu Wissenschaft und Forschung setzen wir auch hier künftig vermehrt darauf, als Kompetenzzentrum auf der bundesdeutschen Landkarte wahrgenommen zu werden."
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